Ermittlungen gehen weiter

Tödliche Kollision bei Beratzhausen: Fahrer meldet, aber stellt sich nicht

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Eine Fußgängerin wurde am 12. Januar bei Beratzhausen (Landkreis Regensburg) überfahren und tödlich verletzt. (Symbolbild)

Eine Fußgängerin wurde am 12. Januar bei Beratzhausen (Landkreis Regensburg) überfahren und tödlich verletzt. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht bei Beratzhausen Anfang der Woche konnte die Polizei am Freitag erste Ermittlungserfolge vermelden: Man habe das unfallbeteiligte Auto und einen Tatverdächtigen ermitteln können. Dessen Aufenthaltsort ist allerdings gegenwärtig unklar.

Nach bisherigem Ermittlungsstand war eine Frau am frühen Montagmorgen zwischen 5 und 6 Uhr zu Fuß auf der Kreisstraße zwischen Hemau und Beratshausen unterwegs, als sie bei Friesenmühle auf Höhe einer Bahnbrücke von einem Auto erfasst und tödlich verletzt wurde. Die vorläufigen rechtsmedizinischen Ergebnisse vom Donnerstag bestätigen die tödlichen Verletzungen durch den Unfall. Der bis dahin unbekannte Autofahrer flüchtete daraufhin von der Unfallstelle.

Hinweis aus der Bevölkerung führt zu Auto

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern noch an. Es hätten sich jedoch Hinweise ergeben, die darauf hindeuten könnten, dass die Verstorbene absichtlich auf die Straße gegangen sein könnte, so die Polizei in ihrem Bericht. Wer genau die Frau ist, ist noch unklar. Aufgrund persönlicher Gegenstände, die in unmittelbarer Nähe zum Unfallort gefunden wurden, soll es sich nach derzeitigem Stand um eine 36-Jährige aus dem Landkreis Altötting handeln. Die Identifizierungsmaßnahmen sind aber noch nicht abgeschlossen. 

Der entscheidende Hinweis zu einem beschädigten Fahrzeug kam schließlich aus der Bevölkerung. Beamte stellten daraufhin am 14. Januar in Parsberg einen Kia sicher, der am rechten Außenspiegel Beschädigungen aufwies, welche nach derzeitiger Bewertung zu den am Unfallort gefundenen Fahrzeugteilen passen könnten. Ergebnisse soll eine Untersuchung des Fahrzeuges durch Spezialisten des Landeskriminalamts, der Kripo Regensburg und Unfallfluchtfahnder der Verkehrspolizei Regensburg bringen.

Nachdem das Fahrzeug durch die Polizei sichergestellt worden war, meldete sich am Donnerstag der Halter des Autos via Online-Kontaktformular bei der Polizei in Nittendorf und räumte seine Fahrer-Eigenschaft ein. Es handelt sich um einen 41-jährigen Syrer aus Neumarkt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Polizei bittet um Hinweise zum Tatverdächtigen

Da die Polizei derzeit jedoch nicht weiß, wo sich der Tatverdächtige aufhält, bittet sie um Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort des 41-Jährigen. Zudem wird der Tatverdächtige gebeten, sich zur Klärung des weiterhin unklaren Unfallhergangs eigenständig bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Nittendorf unter 09404/95140 entgegen.

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