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Abgebranntes Jagdschloss Thiergarten: Polizei äußert sich zur Brandursache

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Das historische Jagdschloss wurde beim Brand am 6. Oktober vollständig zerstört. 

Das historische Jagdschloss wurde beim Brand am 6. Oktober vollständig zerstört. 

Der Brand in einem früheren Jagdschloss der Familie Thurn und Taxis ist nicht absichtlich gelegt worden. Es gebe aktuell „keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Donnerstag. Das zeige eine Analyse der Proben und des Spurenmaterials. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Am 6. Oktober dieses Jahres wurde das historische Anwesen im Thiergarten bei Donaustauf (Landkreis Regensburg) fast vollständig zerstört. Wenige Tage nach dem Brand zog die Polizei Brandspezialisten und Mitglieder des Staatsschutzes zusammen, gründete eine eigene Ermittlungsgruppe. Es gab Hinweise, die auf Brandbeschleuniger hindeuteten. Am 9. Oktober tauchte im Internet dann ein angebliches Bekennerschreiben auf, verfasst von einer angeblichen linksextremen Gruppierung – und sorgte für Spekulationen.

Orban und Gloria waren sich schnell sicher

Der ungarische Staatschef Viktor Orbán beispielsweise solidarisierte sich auf der Internetplattform X mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. „Ihr historisches Jagdschloss wurde tragischerweise am 6. Oktober von der Antifa zerstört“, schrieb er. Zuletzt äußerte sich die Fürstin in einem Video-Interview selbst zum Jagdschlossbrand. „Man kann sagen, dass es Brandstiftung war“, sagte sie in dem Beitrag, der vergangenen Samstag veröffentlicht wurde. Dass die Antifa dahinterstecke, wollte die Fürstin zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen – auch wenn "die offiziellen Stellen das nicht wahrhaben wollen“. Für eine weitere Stellungnahme angesichts der neuen Ermittlungsergebnisse war die Fürstin am Donnerstag nicht erreichbar.

Die Polizei jedenfalls teilte am Donnerstag mit, dass „bislang keine Zusammenhänge“ zwischen dem Bekennerschreiben und dem Brand des alten Jagdschlosses erkennbar seien. Dennoch bleibe der Staatsschutz weiter Teil der Ermittlungsgruppe, sagte die Sprecherin des Präsidiums. „Es laufen viele Ermittlungen im Hintergrund.“ Der Fokus liege nun auf fahrlässiger Brandstiftung oder einem technischen Defekt. Einen konkreten Verdacht gebe es noch nicht. „Derzeit werden unter anderem auch Hinweise aus Zeugenvernehmungen überprüft“, heißt es vom Präsidium.

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