100 Euro statt 50
Taxifahrt wird aus Starrsinn für einen Mann in Zwiesel doppelt so teuer

Frank Hammerschmidt/dpa
Als es ums Zahlen ging, behauptete der Mann, betrogen worden zu sein. (Symbolbild)

Dass sich Dreistigkeit nicht immer auszahlt, musste ein Mann in Zwiesel am Montag erfahren. Seine Taxifahrt endete schließlich auf einer Polizeiwache und kostete ihn doppelt so viel wie ursprünglich gedacht.
Eine Taxifahrerin aus Regen wusste sich nicht anders zu helfen, als mit ihrem 85-jährigen Fahrgast zu einer Polizeidienststelle zu fahren. Der Grund: Der Rentner weigerte sich, den Fahrpreis in Höhe von etwas mehr als 50 Euro zu bezahlen. Zuvor hatte sie den Mann, wie von ihm bestellt, nach Zwiesel zu einem Hotel gefahren. Da dieses jedoch geschlossen hatte, weigerte sich der Mann ohne festen Wohnsitz, den Fahrpreis zu bezahlen, und behauptete stattdessen, betrogen worden zu sein. Nach längerer Diskussion wandte sich die Taxifahrerin schließlich an die Polizei.
Auf der Wache versuchten die Beamten dem Mann immer wieder die Rechtslage zu erklären und boten ihm sogar an, bei der Zimmersuche zu helfen. Doch das half alles nichts, der beratungsresistente Rentner beharrte darauf, den Fahrpreis nicht zahlen zu wollen, obwohl er Bargeld in ausreichender Menge dabei gehabt hätte. Hinzukam, dass er zunehmend aggressiv gegenüber den Beamten wurde.
Letztlich blieb keine andere Möglichkeit, als gegen den Mann ein Strafverfahren einzuleiten. Da der 85-Jährige in Deutschland keinen festen Wohnsitz hatte, musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 100 Euro entrichten, um einer drohenden Haft zu entgehen.











