„Fest für ganz Bayern“

„drumherum“-Festival in Regen wird mit Bayerischem Kunstpreis ausgezeichnet

Was im Jahr 1998 in Regen begann, ist heute ein musikalisches Großereignis in Bayern mit Zehntausenden Besuchern und mehr als 400 Ensembles. Auch „Macher“ Roland Pongratz wird geehrt.

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Roland Pongratz hat das Konzept für das Volksmusikfestival „drumherum“ entwickelt.

Roland Pongratz hat das Konzept für das Volksmusikfestival „drumherum“ entwickelt.

Redaktion
Von Redaktion Viechtach

„Das ‚drumherum - Das Volksmusikspektakel’ bringt alle zwei Jahre Regen zum Klingen und wird dafür mit dem Bayerischen Kunstpreis in der Kategorie Programm ausgezeichnet. Zugleich würdigen wir Roland Pongratz, der das Festival seit seiner Premiere 1998 maßgeblich prägt.“ Das gab Kunstminister Markus Blume am Donnerstag in München bekannt.

„Aus Volksmusik wird in Regen ein Fest für ganz Bayern! Was 1998 in Regen begann, ist heute ein musikalisches Großereignis mit Zehntausenden Besuchern und mehr als 400 Ensembles. Hier wird nicht nur aufgespielt, hier wird aufgemischt! Roland Pongratz gibt diesem Festival seit der ersten Stunde den Takt vor. Er öffnet Türen für die Volksmusik, bringt Menschen zum Mitspielen und sorgt dafür, dass unsere musikalischen Wurzeln immer wieder neue Triebe bekommen. Mit dem ‚drumherum’ zeigt er, wie aus Tradition ein lebendiges Kulturfest für alle wird. Das ist Volksmusik mit Herz, Ideen und ordentlich Zugkraft - und ein Programm, das den Bayerischen Kunstpreis verdient! Herzlichen Glückwunsch!“, erklärt Blume in einer Pressemitteilung.

Große Bühne im Bergson Kunstkraftwerk München

Der Bayerische Kunstpreis würdigt in insgesamt acht Kategorien herausragende Leistungen und besondere Verdienste um die Kunst- und Kulturlandschaft in Bayern: Ausstellung, Stimme, Kreatives Schaffen, Innovation, Programm, Kulturbotschafter, Performance und Besonderer Ort. Hinzu kommt der undotierte Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Der Bayerische Kunstpreis ist mit 10.000 Euro je Kategorie dotiert und wird vom bayerischen Kunstminister auf Empfehlung einer fachkundigen Jury vergeben.

Die Fachjury des Bayerischen Kunstpreises setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kultur- und Medienbereiche zusammen, darunter Angelika Diekmann (Mediengruppe Bayern GmbH), Anna Kleeblatt (Initiative Kulturzukunft Bayern), Ellen Trapp (Bayerischer Rundfunk), Franz Löffler (Bayerischer Bezirkstag), Katrin Bittl (Hochschulrat der Akademie der Bildenden Künste München), Mon Muellerschoen (MM-Artmanagement), Nora-Eugenie Gomringer (Internationales Künstlerhaus Villa Concordia), Susanne Hermanski (Süddeutsche Zeitung GmbH) sowie Till Hofmann (Münchner Lustspielhaus).

Die Preisverleihung findet am 12. November 2026 im Bergson Kunstkraftwerk in München statt. Der Bayerische Rundfunk ist Medienpartner und zeigt die Veranstaltung ab 19 Uhr live im BR Channel in der ARD Mediathek. Das Event wird zudem am 15. November 2026 im BR Fernsehen ausgestrahlt. Die Verleihung wird von der 3sat Kulturzeit-Moderatorin Vivian Perkovic präsentiert.

Roland Pongratz und das „drumherum“

Seit 1998 verwandelt das „drumherum - Das Volksmusikspektakel“ alle zwei Jahre rund um Pfingsten die Kreisstadt Regen im Bayerischen Wald in ein Zentrum der Volksmusik. 2026 kamen erneut mehr als 50.000 Mitwirkende und Besucher zusammen. Über 400 Ensembles präsentieren traditionelle und neue Klänge aus Bayern und ganz Europa. Kostenlose Workshops und vielfältige Auftrittsmöglichkeiten laden alle ein, selbst aktiv zu werden. So wird die ganze Stadt zur offenen Bühne - generationenübergreifend, barrierefrei und ohne Eintritt. Als Musiker und Kulturmanager prägt Roland Pongratz das Festival seit seiner Gründung und stärkt die Volksmusik weit über Regen hinaus.

Roland Pongratz, Jahrgang 1971, studierte an der Universität Passau Volkskunde und Musikpädagogik. Gleich nach dem Studium machte er sich in seiner niederbayerischen Heimatstadt Regen mit der Gründung des Büros „Kultur & Konzept“ in den Bereichen Kulturwissenschaft und -management selbstständig. Bereits 1998 entwickelte er für die veranstaltende Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Regen e.V. das Konzept für „drumherum - Das Volksmusikspektakel“. Als Leiter der Volksmusikakademie in Bayern in Freyung engagiert er sich für musikalische Bildung und Nachwuchsförderung. 2026 verantwortet er zudem das Musikprogramm der Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ in Freyung mit 199 Livemusik-Programmen an 199 Tagen. Für sein langjähriges Engagement in Volksmusik und Kulturarbeit erhielt er 2024 den Kulturpreis des Bezirks Niederbayern. Zuletzt erhielt er vor wenigen Tagen in den Waldschmidtpreis in Eschlkam.

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