Landgericht Regensburg
Prozess um Straubinger BKH-Geiselnahme steht vor dem Ende

Archiv/Christoph Urban
Der Weg zur Pforte: Hier sollen die vier Beschuldigten mit der Geisel gestanden und verlangt haben, dass man sie rauslasse.

Im Prozess um die gewaltsame Flucht von vier Straftätern aus dem Bezirkskrankenhaus (BKH) Straubing könnte am Donnerstag (9 Uhr) vor dem Landgericht Regensburg das Urteil gesprochen werden. Den Angeklagten werden Geiselnahme, gefährliche Körperverletzung sowie Angriff auf Vollstreckungsbeamte zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft forderte langjährige Haftstrafen, die Verteidiger deutlich niedrigere Strafen.
Für zwei der Männer verlangte die Anklagebehörde zudem die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach der Strafhaft.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft überwältigten die Männer 2024 einen Mitarbeiter der forensischen Klinik, schlugen ihn und bedrohten ihn mit dem Tod, um die Öffnung der Pforte zu erzwingen. Angesichts der Bedrohungslage und des blutverschmierten Kollegen öffnete das Schleusenpersonal das Tor, die Männer konnten entkommen.
Im Zuge einer internationalen Fahndung wurden sie binnen weniger Wochen in Österreich und der Türkei gefasst. In dem seit Anfang Dezember laufenden Prozess räumten die Angeklagten das Geschehen ein und baten die Klinikmitarbeiter um Entschuldigung.













