Trauer
„Du wirst fehlen“: Straubinger gedenken ihrem „Raven“-Wirt Fred Dick

Archiv/Christoph Urban
Blumen und Kerzen am „Raven“ in der Rosengasse. Wirt Alfred Dick ist am Donnerstag gestorben - und viele Straubinger trauern.
Einen Tag nach dem Tod von „Raven“-Wirt Alfred Dick zeugen Blumen und Grablichter an der Tür zur Musikkneipe an der Rosengasse von der Trauer vieler Straubinger. Fred hat viele Künstler, Kulturschaffende und Musikliebhaber in der ganzen Region berührt - ihnen ein Zuhause gegeben und einen Platz, wo sie ihre Liebe zu Kunst und Musik teilen konnten. Hier haben wir Nachrichten gesammelt, in denen sich Freunde und Gäste an Fred erinnern.
Stefan:
„In den frühen 80ern hast du zusammen mit Mitschülern/Mitstudenten eine Sommer-Jugendfreizeit organisiert. Ich war als kleiner Bub damals dabei. Eure herzliche und wertschätzende Art hat mich damals sehr geprägt. Du warst damals schon anders, aber eben nicht auf eine destruktive Art, sondern lebensbejahend und positiv. Vielen Dank für diese gemeinsame Zeit.“
Tom:
„Vor wenigen Wochen haben wir noch telefoniert und morgen hätten wir bei Dir gespielt. Wir haben Dich als Gastgeber immer sehr geschätzt. Du wirst in der Szene fehlen. Unser herzliches Beileid den Angehörigen von der Band Reynard and the Raven.“
Walter:
„Er war ein echter Typ und ein besonderer Straubinger. Mein Beileid seinen Angehörigen.“
Stefan:
„Das Raven in Straubing wird immer eine meiner Lieblingsbühnen bleiben... aber du, Fred, wirst mir fehlen... du hast mich als einer der ersten auftreten lassen, hast mich unterstützt, hast mir Tipps gegeben und auch immer eine ordentliche Brotzeit serviert. Außerdem gibt es selten einen so guten Wirt, der auch so gut das Mischpult im Griff hat! Respekt! Und vor allem warst du halt ein echt feiner Mensch. Dankschön, rock on und sag Ozzy einen schönen Gruß!!“
Helmut:
„Der Fred vom Raven war ein richtig toller Mensch. Ein Musikliebhaber, ein Menschenfreund mit herrlich ironischem Witz. Mir hat er mal erzählt, dass er früher Pfarrer war und ich habs ihm auch noch geglaubt. Im Raven durfte ich einen meiner ersten Auftritte spielen. Werd ich dir nicht vergessen! Ruhe in Frieden!"
Thekla:
„Er war ein toller Kollege und Freund. Ich habe lange mit ihm bedient im 38b.“
Sina:
„Oh nein, Dickie. Wir gingen gemeinsam zur Schule. Kann es nicht glauben. RIP und mein aufrichtiges Beileid all seinen Lieben.“
Andreas:
„Lieber Fred! Ich werde nie vergessen, als meine Tante in den 2010er Jahren an einem Weihnachtsabend mit einem Reisefotoalbum ankam. „Du kennst doch den Dick Fred“? Mein Onkel und dein Vater saßen gemeinsam im Landtag… und so kam es auch zum gemeinsamen Urlaub (glaube Malta). Und dann tauchten da die Urlaubsfamilienbilder auf irgendwelchen Felsen am Wasser aus den 70ern auf. „Klar Tante, nehme ich mit“! Zweiten Feiertag Abend kam ich bei dir im Raven an. „Du Fred, wir müssen reden! Hattest du tatsächlich Badehosen mit Tigermuster“? Wir lagen vor Lachen fast am Boden… die Bilder kamen bei Dir sofort unter Verschluss. Irgendwo verständlich!
Und jetzt? Bin ich einfach nur traurig. Seit einigen Jahren bin ich nicht mehr in Straubing. Aber wenn ich zurückkam, dann wusste ich wo man dich findet. Danke für alles, Fred. Sehr viele werden dich als wirkliches Original der Kulturszene sehr vermissen. Ruhe in Frieden!“
Manfred:
„Es war nur ein Jahr, wo wir in der Dietl-Brauerei zusammen gewohnt haben. Aber wir hatten soviel erlebt. Machs guad, mein Freund.“
Maria:
„Du hast uns Asyl gegeben, als uns noch keiner haben wollte. Du warst ein wahrer Freund. Leb wohl und ruhe in Frieden.“
David:
„Ruhe in Frieden, mein liebster Freund. Wir hatten eine enge Freundschaft. Wir werden uns eines Tages wieder sehen. Davon bin ich überzeugt, mein lieber Freund. Du hast eine unglaubliche Lücke hinterlassen. Ich halte dich in Ehren und im Herzen.“
Wolfgang:
„Ich hab in seinem Club gespielt. Fred war ein super Typ. Und er war ein absolut liebenswerter Mensch. Safe Journey, Fred!“
Markus:
„Lieber Fred, Danke für die vielen wundervollen Abende, die wir mit den Blues Briederchen bei Dir und mit Dir im Bar Livemusik Raven verbringen durften. Schönen Gruß an John Belushi, Aretha Franklin, James Brown und alle anderen.“
Chris:
„Wieder ein Idealist gegangen, der sein Leben und Wirken der Live Musik gewidmet hat. Ob mit Snakehunter oder Chris Colter & Band wir haben Dir viel zu Danken, Fred. Ruhe in Frieden“
Toby:
„Das ist eine wirklich traurige Nachricht, ein grosser Verlust für die Süddeutsche Kunst-, Kultur- und Livemusikszene. 18 Mal bin ich beim Fredl auf der Bühne gestanden. Machs gut“
Martin:
„Auch für uns Landshuter und (Wahl-)Regensburger war das Raven immer eine selbstverständliche Anlaufstelle. Und der Fred (oder Ali) war ein Vorbild an Respekt, Gastfreundschaft und Menschlichkeit. Wir werden Dich vermissen, Danke für alles!“
Mäx:
„Ein besonderer Mensch, der die bayerische Kulturszene sehr bereichert hat ist von uns gegangen. Auf kaum einer Bühne hatte ich so oft gespielt wie im Straubinger "Raven". Fred machs gut, wo immer du jetzt auch bist!“
Lady Zepp (Band):
„Du warst ein ganz besonderer im Rock‘n-Roll-Zirkus und wir haben mitunter Dir zu verdanken, dass aus einer einmaligen „Jam-Session“ eine Band wurde! Danke. Unser herzlichstes Beileid an Familie und engsten Freunde“
Raymond:
„Ein absoluter Stützpfeil der Kultur- und Musikszene in Straubing, ruhe in Frieden!“
Manu:
„Eine unscheinbare Türe, die in einen Kosmos im Hinterhof führt. In eine andere Welt. Ein hagerer, unscheinbarer Mann steht hinter der Bar und später hinterm Mischpult. Fred. Ein eigenes, kleines Künstlerparadies hast du geschaffen, unzähligen Bands auf die Beine geholfen, ihnen eine Plattform gegeben. Und unzähligen Leuten eine zweite Heimat geschaffen. Du fehlst! Ruhe in Frieden.”
Erhard:
„Der Fred war nie süßlich, er war geradeheraus. Im Raven stehen die Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt. Das ist sein Verdienst. Sein Tod reißt eine große Lücke. Ich kann es gar nicht glauben.“
Olli:
„Fred hatte mal angeboten, ein Wochenende Clubs zu tauschen – wird jetzt nichts mehr. Ich bin froh, ihn gekannt zu haben ...“
Schott:
„Eine der feinsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte. Ein großer kulturschaffender Musikliebhaber geht. Was für ein Verlust. Er wird weiterleben in unseren Herzen.“
Julian:
„Ein riesen Verlust für Straubing und den gesamten ostbayerischen Raum“










