Betrüger am Apparat
Vielzahl von Schockanrufen in Mainburg und Umgebung – einer fast erfolgreich

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Vor allem ältere Mitbürger werden oft Ziel von Betrugsversuchen am Telefon. (Symbolbild)

Am Donnerstag ist es im Verlauf des gesamten Nachmittags im Landkreis Kelheim zu einer Vielzahl von sogenannten Schockanrufen gekommen. Glücklicherweise konnten die Täter kein Geld erbeuten – obwohl es in einem Fall knapp war.
Laut Polizeibericht lagen die Schwerpunkte der Angriffe im Raum rund um Mainburg, auch Aiglsbach und Rottenburg seien betroffen gewesen. Aus Mainburg sind der Polizei acht Fälle bekannt, die Dunkelziffer aber vermutlich hoch. Die Täter gaben sich nach bekannter Masche als Angehörige aus, weinten ins Telefon oder erzählten die Geschichte, dass es zu einem schlimmen Unfall oder einer Krankheit gekommen sei und nun angeblich eine Kaution oder Behandlungskosten beim Arzt gezahlt werden müssten. In anderen Fällen gaben sich die Betrüger als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus und gaukelten ähnliche Geschichten vor.
In den meisten Fällen ist den Angerufenen die Betrugsmasche inzwischen bekannt, so dass die Täter nicht viel Erfolg hatten. Eine 91-jährige Mainburgerin fiel jedoch auf einen Trick herein. Ihr wurde vorgegaukelt, sie müsse 60.000 Euro bezahlen. Da die Seniorin so viel Geld nicht aufbringen konnte, reduzierten die Anrufer den Betrag auf „nur“ 20.000 Euro. Sie fuhr zur Bank, holte das Geld und wollte es übergeben – dazu kam es aber glücklicherweise nicht: Die Übergabe konnte durch aufmerksame Mitbürger verhindert werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dingfest gemacht werden konnte der Abholer aber nicht.
In diesem Zusammenhang warnt die Polizei erneut eindringlich vor solchen Betrugsmaschen. Auf derartige Anrufe darf auf keinen Fall eingegangen werden. Gerade bei älteren Angehörigen sollte man besonders Aufmerksam bleiben und diese immer wieder auf die Betrugsversuche hinweisen.











