Städtevergleich
Folge acht: Kann Landshut Großstadt? | Podcast mies keck

Landshut ist weder Groß- noch Kleinstadt. Genau wie Passau und Bayreuth – Jungsein duftet dort aber auch um vier Uhr nachts noch nach Döner und Großstadt. Wieso, erleben wir in Folge acht am Passauer Badesee und auf Bayreuther Raves.

In der letzten Folge ihres LZ-Jugendpodcasts vergleichen Laura Mies und Matthias Keck Landshut mit zwei ähnlichen großen Städten: Bayreuth, Bezirkshauptstadt von Oberfranken, und Passau, ganz im Osten Niederbayerns. Trotz änhlicher Größe erzählen die Protagonisten der Folge von der besonders jungen Atmosphäre in Passau und Bayreuth. Warum fühlt sich Jungsein in Landshut so anders an?
Landshut ist keine klassische Studentenstadt - jedenfalls nicht wie beispielsweise Passau. Moderator Matthias Keck trifft Folgen-Protagonistin Toto in ihrer WG mitten in der Passauer Innenstadt, in direkter Umgebung der Uni. Gemeinsam fahren sie zu einem nahe gelegenen Badeweiher. Dort stellt Toto fest: Manchmal kommt ihr das gezielt von jungen Menschen bewohnte Passau vor wie „ein Spielplatz für Zwanzigjährige“.
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Moderatorin Laura Mies erlebt zusammen mit ihrer langjährigen Freundin Fee in Bayreuth Ähnliches. In der WG von Felis Freunden entdeckt Laura Mies einen Zeitungsartikel von 1998, der ebendiese WG portätiert: „Mal sauber, mal siffig, immer lustig“ - studentisches Lebensgefühl, konserviert auf Papier. Und über Jahrzehnte weitergegeben. Fee erzählt in Folge, wie leicht sie als Studentin in Bayreuth neue Leute kennengelernt hat, mit denen sie etwa auf selbst organisierte Raves geht.
In beiden Städten liegt der Anteil Studierender spürbar höher. In Passau ist fast ein Fünftel der Leute Studenten. In Landshut liegt er bei 6,3 Prozent. Das prägt das Stadtbild. Aber nicht nur die Uni verleiht Passau eine gewisse Weltgeltung: Sommertrubel, Kreuzfahrtschiffe, Fahrradtouristen aus Amerika. In Landshut? Kühe am Campusrand. Die beobachtet Moderator Matthias Keck bei einer Podcast-Recherche am Landwirtschaftlichen Lehrbetrieb des Agrarbildungszentrums in Schönbrunn, angrenzend an das Hochschulgelände.
Andere Stadt, andere Stärken
Dennoch: Landshut kann was. Studentin Sheila sagt, sie fühle sich zuhause - „weil sie sich nicht in eine ganz neue Welt einfinden muss“. Sheila kommt nämlich aus einer Kleinstadt im Allgäu. Und Marius Otto, Sozialraumforscher an der Hochschule, findet, Landshut fühlt sich größer an, als es ist - wegen der vielen Menschen, die aus dem Umland kommen, „zum Flanieren, zum Einkaufen“. Diese Kombination aus übersichtlich und lebendig unterscheide Landshut positiv von ähnlich großen Städten in anderen Bundesländern wie NRW. Im Gegenstz zu denen habe Landshut kulturell und gastronomisch viel zu bieten, meint Otto.
Und das, obwohl Protagonisten des Podcasts Landshut nachsagen, eine verschlafene Beamtenstadt zu sein. Das ist sie auch: „Zweieinhalbmal so viele Beamte pro 1000 Einwohner wie im deutschlandweiten Durchschnitt“, sagt Keck in der Folge und zitiert eine Bundesstatistik. Doch gerade das ermöglicht Unterstützung, Engagement für die Jugend von Älteren. Auch durch einen Oberbürgermeister, der mehr Hilfe für Eventveranstalter zusagt.
An dieses Versprechen aus Folge fünf erinnern die Hosts im Fazit zur gesamten Staffel, am Ende der aktuellen Folge. „Landshut bietet uns jungen Menschen - verdammt noch mal - Chancen!“, fasst Matthias Keck zusammen. Manches müsse man sich selbst schaffen. Und was da ist, lohne sich zu nutzen.









