Bruterfolg
Warum im Mossandl-Weiher bei Mamming Schwalben auf Flößen brüten

Josef Niedermeier
Michael Herzig vom LBV, Andreas Moßandl, Matthias Schott, Bürgermeisterin Irmgard Eberl, Stefan Moosburger, Thomas Fröschl und Robert Kellner

Kürzlich hat sich eine Abordnung aus Politik, Naturverbänden und der Firma Mossandl getroffen, um die neu entstandenen ökologischen Aufwertungsmaßnahmen am Mossandlweiher „Nord-Ost“ zu begutachten.
Schon bei Erteilung der Abbaugenehmigung im Jahr 2003 sei die Idee entstanden, nach Abschluss des Kiesabbaus die neu entstandenen Flächen mit einem sogenannten „Öko-Konto“ der Natur zur Verfügung zu stellen.
Hierbei wurden Maßnahmen umgesetzt, welche Tierarten eine neue Heimat bringen soll. So wurden beispielsweise Habitate für Zauneidechsen errichtet, Steilwände für Uferschwalben gebaut, Magerstandorte für Amphibien hergestellt, Holzbündel als Fischunterstand im Wasser versenkt und Flöße als Brutstätte für die Seeschwalben eingebracht.
Mit einem Kran im Weiher versenkt
Speziell Brutflöße für die Seeschwalben haben in den vergangenen Jahren im anliegenden Gewässer bereits für große Nachzuchterfolge gesorgt. Die Flöße wurden nach Planung mit dem Landesbund für Vogelschutz durch Matthias Schott aus Peigen hergestellt und durch die Mitarbeiter der Firma Mossandl zu Wasser gelassen. Die Holzbündel wurden in Handarbeit durch die Firma Maier Holzenergie, Heilberskofen, gebunden und mithilfe eines 40-Meter-Autokrans im Weiher versenkt.
Bürgermeisterin Irmgard Eberl machte sich persönlich ein Bild von den Arbeiten und zeigte sich sehr erfreut, dass die Natur in der Gemeinde Mamming aufgrund solch gelungener Maßnahmen Raum zur Entfaltung und zur Sicherstellung von bedrohten Tierbeständen findet. Besonders interessiert zeigte sie sich an den Ausführungen von Michael Herzig, LBV. Er erläuterte, dass vergangenes Jahr auf den im Nachbarweiher eingebrachten Flößen zirka 25 Jungvögel nachgebrütet wurden. Dies stelle einen äußerst erfreulichen Bruterfolg in der Region dar. Für die kommende Brutsaison wurde sogleich ein Monitoring-Termin vereinbart.
Firmenchef Andreas Moßandl erklärte allen Beteiligten den erhofften Nutzen der Habitate und zeigte sich erfreut, dass die meisten der Arbeiten durch das eigene Personal erledigt worden sind.








