Seltene Vogelart

Tierfreunde aus Dingolfing-Landau können bei Kiebitz-Kartierung helfen

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Daniela Girke und Franz Meindl gehen Meldungen nach.

Daniela Girke und Franz Meindl gehen Meldungen nach.

Von Redaktion Landau

Die Bestände der Kiebitze gehen in den vergangenen Jahren rapide zurück. In vielen Gebieten Bayerns sind sie bereits ausgestorben, im Landkreis gibt es sie noch. Wie viele Brutpaare es wirklich noch sind, wusste lange niemand. Deshalb führte der Bund Naturschutz (BN) in den Jahren 2018 und 2020 eine landkreisweite Erfassung durch. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Kiebitzsichtungen im Landkreis Dingolfing-Landau zu melden. Und es waren wirklich viele Meldungen.

Ein Teil der gemeldeten Vorkommen war dem BN schon bekannt, andere dagegen nicht. Gisela und Franz Meindl, die beiden Kiebitzspezialisten des BN, gingen dann den Meldungen im Gelände nach, suchten und zählten die Vögel und trugen sie in Karten ein. So entstand eine Gesamtübersicht der Kiebitze im gesamten Landkreis, die wegen der Unterstützung aus der Bevölkerung „Kiebitz-Volkskartierung“ genannt wurde. Damit bekam der Landkreis eine Gesamtschau der Kiebitze, die es in keinem anderen Landkreis gibt.

Der Kiebitz

Der Kiebitz

Inzwischen sind allerdings schon wieder sechs Jahre vergangen und die Zahlen sind veraltet. Daher hat sich der BN nun entschlossen, die Kiebitzvolkskartierung erneut zu starten. Man sei dabei wieder auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und hoffe auf zahlreiche Meldungen. Interessant wären vor allem Sichtungen außerhalb des Isartals, denn im Isartal seien die Zahlen bekannt. Aber wie viele noch im Hügelland, im Aitrachtal, im Vilstal und im Simbachtal brüten, wisse niemand. Wer dort Kiebitze sieht, soll dies melden. Der BN geht den Hinweisen dann nach. Die Daten werden zusammengefasst und in die amtliche Artenschutzkartierung aufgenommen.

Auch für Laien ist er gut erkennbar

Durch seine Größe, sein auffälliges Aussehen und vor allem seine auffälligen Flugmanöver ist der Kiebitz auch für Laien und ohne Fernglas gut erkennbar. Wer bei dieser Volkskartierung also mitmachen möchte, braucht keine besondere Erfahrung. Mit der Meldung von Sichtungen ist auch kein bürokratischer Aufwand verbunden. Dabei sind lediglich Name und Adresse sowie der ungefähre Sichtungsort anzugeben. Meldungen nimmt Daniela Girke, Geschäftsführerin des BN per Telefon: 08731/323462 (mit Anrufbeantworter), per E-Mail: daniela.girke@bund-naturschutz.de oder per WhatsApp unter 0151/70302609 entgegen.

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