Ein Tabuthema

Schwangerschaftstrauma: Hilfe für Betroffene in Dingolfing-Landau

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Der Arbeitskreis wird sich künftig zweimal im Jahr treffen.

Der Arbeitskreis wird sich künftig zweimal im Jahr treffen.

Von Redaktion Landau

Die KoKi frühe Hilfen des Landratsamtes Dingolfing-Landau hat am Mittwoch Fachpersonen im Landkreis Dingolfing-Landau empfangen, denen beruflich Betroffene von traumatischen Schwangerschafts- und Geburtserlebnissen begegnen. Die KoKi begleitet selbst Familien in belastenden Lebenssituationen und stell laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes in der Praxis immer wieder fest, wie groß die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlich weitverbreiteten Vorstellung von Schwangerschaft und Geburt und dem tatsächlich Erlebten sei.

Vertreterinnen der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen am Landratsamt Dingolfing-Landau, von Donum Vitae in Bayern, die Leiterinnen der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern und der Beratungsstelle für seelische Gesundheit, Vertreterinnen des Hospizvereins und der „Leeren Wiege“, des ambulanten Kinderhospizes und zwei Psychologinnen mit psychologischen Praxen in Dingolfing saßen gemeinsam an einem Tisch, um sich über die Lage vor Ort auszutauschen. Werden Betroffene traumatischer Schwangerschafts- und Geburtserlebnisse gesehen und versorgt, können sie sich überhaupt öffnen oder befinden wir uns in einer Tabuzone? Welche Angebote gibt es für Betroffene in unserem Landkreis und wie kommen diese an die Betroffenen?

Nah dran an den Betroffenen

Betty Hubauer von „Lauf Mama Lauf“ bietet beispielsweise Rückbildung für Sternenmamas an. Sie berichtet, dass sie über den Sport ganz nah an den Betroffenen dran sei. Bei allen Arbeitskreismitgliedern wurde deutlich, wie sehr sie für dieses Thema brennen, wie sehr sie die Situation für Betroffene verbessern möchten, am besten lieber heute als morgen. Von der Bestandsaufnahme ging es in die Entwicklung von Ideen, was der AK traumatische Schwangerschaft und Geburt leisten könne, und wo die Reise hingehen solle. Der AK wird zukünftig zweimal jährlich stattfinden und für die KoKi-Mitarbeiterinnen sei ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, diesem Thema mit vereinten Kräften Beachtung schenken zu dürfen.

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