Kinder ohne Mutter
Nach Familientragödie in Wallersdorf: Spendenbereitschaft riesig

Auch, wenn das neue Jahr bereits in vollem Gange ist, hat der Sonntag für den Verein Kinderlicht einen Moment des Innehaltens geboten. Über 40 Mitglieder und Unterstützer trafen sich in der Pension Jederzeit, um nicht nur die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen, sondern auch das Spendenergebnis zu verkünden.
Vorsitzender Enrico Koch blickte sichtlich stolz auf die Aktion „Lebendiger Adventskalender“ zurück. Von den 24 Fenstern im Gemeindebereich wurden elf bewusst zugunsten von Kinderlicht gestaltet. Diese Initiative, die 2024 von Karin Meinberger mit dem Seniorenbeauftragten Franz Voit ins Leben gerufen worden ist, habe sich in kurzer Zeit zu einer tragenden Säule des dörflichen Zusammenhalts entwickelt.
Die Liste der Beteiligten ist lang
„Es war beeindruckend zu sehen, wie in den einzelnen Straßen und Ortsteilen die Menschen zusammengekommen sind“, so Karin Meinberger. Die Liste der Beteiligten ist lang und zeigt die tiefe Verwurzelung des Vereins in der Region: Die Familien Meinberger (Fenster 1), Ramizi/Welzel (2), Wagner (3), Kulzer (6), Eichelkamp (9) und Fischer (13) öffneten ebenso ihre Türen wie die Firma Vedder (15), die Gärtnerei Eichner (17), der Gartenbauverein und die Feuerwehr Ettling (20) sowie die Dorfgemeinschaft See/Neubüchling (21). Den glanzvollen Schlusspunkt setzte das Fenster 23 auf dem Aster-Hof. Allein an diesem Abend spendeten die Besucher 3.232 Euro, was von Bürgermeister Franz Aster und Hofcafé-Betreiberin Bettina Gabler kurzerhand auf 4.000 Euro aufgestockt wurde. Insgesamt erbrachten die elf Fenster die Summe von 7.745 Euro.
Kinder haben vor Weihnachten ihre Mutter verloren
Enrico Koch nutzte den Rahmen des Frühstücks, um die Verwendung dieser Gelder transparent zu machen. Die Spenden fließen in den Hilfsfonds für die Kinder, die kurz vor Weihnachten durch eine schwere Familientragödie ihre Mutter verloren haben. Das gesamte Spendenaufkommen für diesen Zweck, das von Kinderlicht treuhänderisch verwaltet wird, ist damit auf über 55.000 Euro angewachsen. „Dieses Geld ist als sogenanntes Startgeld für die Kinder gedacht“, erklärte die Vorstandschaft. Es solle ihnen später den Einstieg in das eigenständige Leben erleichtern - etwa für den Führerschein, ein erstes Auto oder die Ersteinrichtung der Wohnung. Zudem werden damit spezielle Therapien und Fördermaßnahmen ermöglicht, die über die staatlichen Regelleistungen hinausgehen. Nach dem ausführlichen Austausch blickte die Vorstandschaft nach vorne: Die Planungen für die kommenden Projekte laufen bereits auf Hochtouren.









