Bachforellen
Malgersdorfer Fischer bringen 25.000 Forelleneier aus

Nachdem der Fischerverein Malgersdorf in den vergangenen Jahren wiederholt über das Einbringen von Bachforelleneiern berichtet hatte, setzen die Mitglieder ihr Engagement auch dieses Jahr konsequent fort. Insgesamt 25.000 Eier wurden an geeigneten Stellen in der Kollbach, im Urlsbach und im Embach ausgebracht.
Wie die Fischer mitteilen, haben es viele heimische Fischarten zunehmend schwer, sich dauerhaft in den Gewässern zu behaupten. Begradigungen, fehlende Unterstände und der Verlust natürlicher Strukturen erschweren das Überleben. Hinzu kommen Nährstoff- und Sedimenteinträge, die wichtige Kiesflächen zusetzen. Durch fehlende Beschattung und anhaltend warme Sommer erwärmten sich insbesondere kleinere Bäche wie die Kollbach spürbar - eine Entwicklung, die kältebedürftige Arten wie die Bachforelle stark belaste.
Der Fraßdruck ist gestiegen
Zusätzlich mache sich der steigende Fraßdruck durch Prädatoren wie Fischotter und Kormorane bemerkbar. Gerade in strukturarmen Abschnitten seien die Fische ihren natürlichen Feinden nahezu schutzlos ausgeliefert, betont der Verein.
Die eingesetzten Eier befanden sich im sogenannten Augenpunktstadium - kurz vor dem Schlüpfen und wurden in speziellen Brutboxen vorsichtig an geeigneten Stellen ins kiesige Bachbett eingebracht. Aus Erfahrung rechnen die Fischer mit einer hohen Schlupfrate. Bereits in den kommenden Wochen dürften Tausende kleine Bachforellen in den Gewässern rund um Malgersdorf unterwegs sein. Schon wenn ein kleiner Teil davon das Erwachsenenalter erreicht und später zum Laichen zurückkehrt, werten die Fischer dies als Erfolg.
Investition in die Zukunft
„Wir investieren damit bewusst in die Zukunft unserer Gewässer“, erklärte der Vorsitzende Franz Salletmayer. „Gerade die zunehmende Erwärmung der Kollbach in den Sommermonaten bereitet uns große Sorgen.“ Niedrige Wasserstände und anhaltende Hitzeperioden würden zusätzlich den Lebensraum der Forelle deutlich einschränken.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen setze der Verein weiterhin auf konsequente Hege- und Pflegearbeit. Neben dem Besatz engagieren sich die Mitglieder auch weiterhin bei der Reaktivierung von Kieslaichplätzen, bei Strukturverbesserungen im Bach sowie beim Erhalt schattenspendender Uferbereiche. Unterstützt wird der Verein durch Spenden aus der Bevölkerung sowie durch das Artenhilfsprogramm des Fischereiverband Niederbayern, gefördert aus Mitteln der Fischereiabgabe.
Aktuelle Informationen veröffentlicht der Verein auf Instagram unter @fischerverein_malgersdorf. Nun hoffen die Verantwortlichen auf stabile Wasserverhältnisse und eine erfolgreiche Entwicklung der eingesetzten Eier - damit Kollbach, Urlsbach und Embach auch künftig Lebensraum für eine gesunde Forellenpopulation bleiben.










