Polizei ermittelt
Mehrere Schockanrufe: Täter scheitern in Stamsried

Foto: Josef Heigl
Schockanrufe in Stamsried: Die Polizei ermittelt derzeit in mehreren Fällen versuchten Betrugs.

In Stamsried ist es am Mittwoch innerhalb kurzer Zeit zu mehreren versuchten Betrugsdelikten durch sogenannte Schockanrufe gekommen. Unbekannte Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und versuchten, insbesondere ältere Menschen mit frei erfundenen Unfall- oder Bedrohungsszenarien unter Druck zu setzen. Nach aktuellem Ermittlungsstand entstand in keinem der Fälle ein Vermögensschaden.
In einem Fall erhielt ein 84-jähriger Mann gegen 12.17 Uhr einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Der männliche Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus Regensburg aus und behauptete, dass die Tochter des Angerufenen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sei. Als der Geschädigte verlangte, mit seiner Tochter zu sprechen, wurde das Gespräch abrupt beendet.
Gegen 12 Uhr war eine 83-jährige Frau über ihren Festnetzanschluss kontaktiert worden. Ein männlicher Anrufer gab sich ebenfalls als Polizeibeamter aus Regensburg aus und gab an, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Im weiteren Verlauf war eine zweite, weinerlich sprechende Person zu hören. Später wurde der Frau mitgeteilt, eine festgenommene Person wolle bei ihr einbrechen. Daraufhin beendete die Frau das Telefonat selbstständig. Auch hier kam es zu keinen Forderungen oder Vermögensschäden.
Um 12.23 Uhr nahm die 57-jährige Schwiegertochter eines 87-jährigen Mannes einen weiteren Anruf entgegen. Der Täter gab sich als Mitarbeiter der „Polizei Verkehrsabteilung“ aus und erklärte, die Enkelin des Geschädigten habe einen Unfall gehabt. Nachdem die Frau angab, ihr Ehemann sei selbst Polizeibeamter, beendete der Täter sofort das Gespräch. Es entstand kein Schaden.
In einem weiteren Fall wurde ein 79-jähriger Mann ebenfalls gegen 12 Uhr angerufen. Der Anrufer gab sich wieder als Polizeibeamter aus Regensburg aus und behauptete, der Sohn des Geschädigten habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und forderte ihn auf, seine Handynummer zu nennen. Der Mann verweigerte er dies und legte auf.
Hinweis der Polizei
Die Ermittlungen werden durch die Polizeiinspektion Roding geführt. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass Polizeibeamte niemals telefonisch Geldforderungen stellen oder zu Übergaben von Wertgegenständen auffordern. Angehörige werden gebeten, insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Betrugsmasche aufzuklären. Verdächtige Anrufe sollten umgehend der Polizei gemeldet werden. Die PI Roding ist unter Telefon 09461/9421-0 zu erreichen.











