„Coole“ Idee

Geheimprojekt Further „Eisbahn“ gelungen

Die Stadtfeuerwehr hat die Freifläche der Park-Arena in eine Eisfläche verwandelt. Diese bestand am Sonntagnachmittag bereits ihren ersten Test. Doch wie geht's nun weiter?

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Wo sonst der Drache Feuer speit und Künstler auftreten konnte am Wochenende mit den Eisstöcken geschossen werden.

Wo sonst der Drache Feuer speit und Künstler auftreten konnte am Wochenende mit den Eisstöcken geschossen werden.

Es ist ein Traum, den die Further seit Jahrzehnten hegen, der jedoch bisher immer gescheitert ist: eine zentrale Eisfläche zum Stockschießen und auch ein wenig zum Schlittschuhlaufen. Der Erfüllung dieses Traums kam man nun einen gewaltigen Schritt näher. Die Rede ist von dem Projekt „Eisbahn in der Park-Arena“. In einer Geheimaktion hat die Stadtfeuerwehr in den vergangenen Tagen auf Anregung von Bürgermeister Sandro Bauer einen Probelauf durchgeführt - letztendlich mit Erfolg.

Dass da etwas geplant ist, hatte sich bereits im März vergangenen Jahres angedeutet. Damals hatte Toni Schmidt von den Freien Wählern in einer Stadtratssitzung diese Idee eingebracht. Darauf ließ Bürgermeister Bauer wissen, dass man dies schon in Planung habe.

Wasser, Eis, Wasser: In mehreren Nächten wurde mühevoll Schicht für Schicht auf die Plastikfolie aufgetragen.
Wasser, Eis, Wasser: In mehreren Nächten wurde mühevoll Schicht für Schicht auf die Plastikfolie aufgetragen.
Wasser, Eis, Wasser: In mehreren Nächten wurde mühevoll Schicht für Schicht auf die Plastikfolie aufgetragen.
Test bestanden: Further Feuerwehrler am Sonntagnachmittag beim Eisstockschießen auf der neuen Bahn.
Test bestanden: Further Feuerwehrler am Sonntagnachmittag beim Eisstockschießen auf der neuen Bahn.
Test bestanden: Further Feuerwehrler am Sonntagnachmittag beim Eisstockschießen auf der neuen Bahn.

Und dieser Plan trat nun mit dem strengen Frost, den das neue Jahr brachte, in Aktion. Am 4. Januar startete Bürgermeister Sandro Bauer das Geheimprojekt - mit Hilfe der Stadtfeuerwehr. „Wir wollten zuerst sehen, ob es überhaupt möglich ist“, begründete Feuerwehrkommandant Franz Stoiber die Aktion unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auf einer Fläche von 10 auf 20 Metern wurde der Schnee beseitigt, eine Plastikfolie ausgelegt und diese mit Sandsäcken, die der Stadtbauhof bereitstellte, eingefasst. Dabei sorgte die abschüssige Fläche für die erste Herausforderung, so Stoiber. Anschließend wurde eine Schicht Wasser aufgetragen. Diese ließ man über Nacht gefrieren, bevor in der nächsten Nacht die zweite folgte. So ging es bis Samstag weiter. „Im Laufe der Woche wurde täglich die Fläche vom Schnee befreit, optimiert, nachgebessert, wieder eine Schicht Wasser aufgetragen“, schreibt der Bürgermeister in den sozialen Medien.

Am Wochenende gelang dann der Durchbruch: Die Eisfläche war gelungen! Und sie wurde am Sonntagnachmittag mit einem internen kleinen Turnier der Stadtfeuerwehr getestet. Das Eis hielt. „Wir haben viel dabei gelernt“, fasst es Franz Stoiber zusammen. Ähnlich äußert sich Bürgermeister Bauer, der diese Aktion begleitete. Und wie geht es nun weiter?

In den kommenden Tagen wird das Eis aufgrund der zu erwartenden steigenden Temperaturen wieder schwinden. Bauer macht aber Hoffnung, dass bei der nächsten Kältewelle das Projekt „Eisbahn Park-Arena“ erneut eingeleitet und die Fläche dann bei Musik, Beleuchtung und eventuell auch kleiner Bewirtung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird. „Der Versuch war es wert. Beim nächsten Mal sind wir g’stellt“, so der Bürgermeister. Damit könnte endlich in Sachen „Further Eisbahn“ ein Erfolg vermeldet werden.

Entsprechende Pläne gab es bereits in den 1970er-Jahren, die jedoch wieder verworfen wurden. In den 1990er- und 2000er-Jahren gab es Versuche vor dem FC-Sportheim und auf den Tennisplätzen auf dem Gelände nahe der Wutzmühle. Doch jedes Mal scheiterte das Vorhaben. Nun aber scheint ein idealer Ort gefunden zu sein - vorausgesetzt, es bleibt länger klirrend kalt …

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