Psychischer Ausnahmezustand
Alkoholisierter Mann greift in Furth nach Polizei-Dienstwaffe

Thomas Linsmeier
Die Polizei musste einen psychisch auffälligen Mann in Gewahrsam nehmen (Symboldbild).

Ein 27-jähriger Patient hatte im Verlauf des Tages mehrmals Suizidabsichten angekündigt, meldet die Polizei. Nachdem das Klinikpersonal mehrere Messer aus seinem Zimmer entfernt hatte, zeigte sich der Mann gegenüber den diensthabenden Ärzten verbal aggressiv und verweigerte die weiteren erforderlichen Maßnahmen. Da eine Unterbringung in einer psychiatrischen Fachklinik erforderlich war, wurde die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen.
Der Mann, der zu diesem Zeitpunkt erheblich alkoholisiert war, leistete gegen die polizeilichen Maßnahmen erheblichen Widerstand. Aufgrund seiner starken Gegenwehr war eine Fesselung erforderlich. Anschließend wurde der Mann mit einem Rettungswagen und in Begleitung der Polizei in eine psychiatrische Fachklinik gebracht. Auch dort verhielt er sich weiterhin aggressiv. Er bespuckte die eingesetzten Polizeibeamten und griff nach der Dienstwaffe eines Beamten. Durch unmittelbaren Zwang der Einsatzkräfte konnte der Mann daran gehindert und die Situation unter Kontrolle gebracht werden.
Der Betroffene konnte schließlich dem Klinikpersonal übergeben werden. Bei dem Einsatz wurden weder der Mann noch die eingesetzten Polizeibeamten verletzt. Gegen den aus Oberfranken stammenden Mann wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamten ermittelt.











