Schockierende Funde
Mutmaßliche Drogentote in Cham: Obduktionen und weitere Ermittlungen

Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, wurden am Mittwoch, 23. April, gegen 11 Uhr in einer Wohnung in Cham zwei Personen tot aufgefunden - ein 24-jähriger Mann mit Wohnsitz in Cham sowie eine 20-jährige Frau aus dem Landkreis. Nach ersten Erkenntnissen sind laut Polizei beide vermutlich an den Folgen einer Drogenintoxikation verstorben. Bereits am Dienstag, 22. April, war gegen 6 Uhr morgens ein 33-jähriger Mann leblos auf dem Gelände einer Tankstelle in Cham gefunden worden. Auch gab es Anzeichen einer Drogenintoxikation.
Wie die Polizei am Freitag bekanntgab, sind für die Woche ab 28. April Obduktionen aller drei Verstorbenen angesetzt worden. Neben der üblichen rechtsmedizinischen Untersuchung werden dabei auch umfassende toxikologische Gutachten erstellt, um die genaue Todesursache sowie Art und Zusammensetzung der konsumierten Substanzen zu klären.
Da diese Analysen mehrere Wochen bis hin zu einigen Monaten in Anspruch nehmen können, weist die Polizei darauf hin, dass vorerst nicht mit abschließenden Ergebnissen zu rechnen ist. Erst wenn diese Befunde vorlägen, seien genauere Aussagen zu Todesumständen und möglichen Zusammenhängen zwischen den drei Fällen möglich.
In der Zwischenzeit ist die Regensburger Kripo, die jetzt die Ermittlungen führt, aber nicht untätig: Die sichergestellten Drogen werden derzeit ausgewertet, hinzu kommen Umfeldermittlungen, um etwaige Verbindungen zwischen den Verstorbenen und mögliche Bezugsquellen der Drogen zu ermitteln.
Hinweise der Polizei an die Bevölkerung
Das Polizeipräsidium Oberpfalz rät zur allgemeinen Vorsicht, auch wenn die Ermittlungen in den aktuellen Fällen noch andauern und bislang keine Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Betäubungsmittel vorliegen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass im Umlauf befindliche Substanzen verunreinigt oder mit unerwartet starken Wirkstoffen versetzt seien.
Außerdem wird darauf hingewiesen, Betäubungsmittel nicht mit anderen Drogen oder sonstigen Substanzen zu vermischen, da die Wirkungen solcher Rauschgiftcocktails unberechenbar seien. Neben der grundsätzlichen Strafbarkeit rät das as Polizeipräsidium Oberpfalz, auch in Anbetracht der hohen Gesundheitsgefahr, dringend davon ab, illegale Betäubungsmittel zu konsumieren.














