Ernte
Die Bayerischen Staatsforsten sperren Wege am Buchberg

Elisabeth Geiling-Plötz
Im Frühjahr 2022 waren die Staatsforsten schon einmal sehr fleißig am Buchberg.

Der Forstbetrieb Roding der Bayerischen Staatsforsten führt in den Abteilungen Dachsfels und Pfanne nordwestlich von Windischbergerdorf Holzerntemaßnahmen durch. Deshalb werden vorübergehend Forst- und Wanderwege gesperrt. Die Sperrungen dienen der Sicherheit der Waldbesucherinnen und Waldbesucher.
Holzernte beginnt
Am Buchberg beginnen daher ab Montag, 13. April, Holzerntearbeiten in den Abteilungen Dachsfels und Pfanne. Die gezielte Waldpflege und nachhaltige Holznutzung sind entscheidende Faktoren für den Aufbau und Erhalt gemischter Wälder im Klimawandel. „Damit die Bäume ein stabiles Wurzelwerk und eine vitale Krone ausbilden können, muss man ihnen genug Wuchsraum geben“, erklärt die zuständige Revierleiterin Katharina Vogl. „Das bedeutet, dass ausgewählte benachbarte und in Konkurrenz stehende Bäume entnommen werden.“
Für mehr Mischung
Die hiebsreifen Fichten und Buchen stehen bereits über vorhandener Weißtannen-, Buchen- und Bergahornverjüngung genutzt. Durch diese Lichtgabe werden die vorhandenen jungen Mischbäume gefördert, die einen stabilen Wald für die Zukunft bilden sollen. „Wir möchten für die Zukunft eine artenreiche Baumartenmischung schaffen, die den Klimaveränderungen gewachsen ist“, so Vogl. Durch diese Maßnahmen wird auch das Mit- und Nebeneinander von großen und kleinen Bäumen gefördert. Das erhöht die Stabilität gegenüber Stürmen. Die Bayerischen Staatsforsten entnehmen dem Wald nicht mehr Holz, als auf den Flächen wieder nachwächst. Der klimafreundliche Rohstoff Holz wird zur Weiterverarbeitung an holzverarbeitende Betriebe in der Region vermarktet und dort anschließend zu Balken, Bohlen, Brettern oder auch Möbeln verarbeitet.
Die nachhaltige Bereitstellung und Verwendung von Holz - eines stets nachwachsenden Rohstoffs in Bayern - trägt so nicht nur aktiv zum Klimaschutz bei, sondern schafft in der Weiterverarbeitung auch Arbeitsplätze in der Region.
Damit eine Gefährdung der Waldbesucher durch die Holzerntearbeiten ausgeschlossen ist, müssen Wege und Hiebsflächen teilweise für den Besucherverkehr gesperrt werden. Diese Absperrungen sind durch Sperrbänder und Hinweisschilder kenntlich gemacht. Der Forstbetrieb bittet alle Waldbesucher, diese Sperrungen unbedingt zu beachten, da beim Betreten der gesperrten Bereiche Lebensgefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste besteht.
Durch die Rückung und Abfuhr des Holzes können je nach Witterung auch Schäden an den Wegen entstehen. Nach Abschluss der Arbeiten werden diese Schäden durch den Forstbetrieb behoben und die Wege wieder in einen einwandfreien Zustand versetzt.



