Abgase eingeatmet
Zwei Azubis auf Baustelle im Kreis Regensburg durch Kohlenmonoxid vergiftet

Carsten Rehder, dpa
Bei Sanitärarbeiten hatten die Jugendlichen das Notstromaggregat laufen lassen. In dem geschlossenen Raum bildeten sich jedoch Abgase. (Symbolbild)

Am Freitag haben zwei 17-Jährige während ihrer Arbeit auf einer Baustelle in Köfering (Kreis Regensburg) eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Von einem Fremdverschulden geht die Polizei nicht aus.
Laut Polizeibericht verrichteten die Auszubildenden einer Baufirma zwischen 12 und 13 Uhr Sanitärarbeiten in einem Neubau. Im Erdgeschoss des Gebäudes lief ein Notstromaggregat, die beiden Auszubildenden arbeiteten währenddessen im Dachgeschoss. Durch die Abgase des im geschlossenen Raum abgestellten Aggregates hätten die beiden eine leichte Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Sie mussten mit Übelkeit und starken Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo beide stationär zur Beobachtung aufgenommen wurden.
Die beiden jungen Männer gaben bei der Befragung durch die Polizei an, über mögliche Gefahren beim Betrieb eines Notstromaggregats belehrt worden zu sein, sich aber keine Gedanken gemacht zu haben. Die Freiwilligen Feuerwehren Köfering und Gebelkofen waren vor Ort und gaben die Baustelle nach einer Kohlenmonoxidmessung wieder frei. Das Gewerbeaufsichtsamt wurde über den Vorfall informiert. Die weiteren Ermittlungen hat die Polizeiinspektion Neutraubling übernommen. Derzeit werde nicht von einem Fremdverschulden ausgegangen.
Die Polizei warnt eindringlich vor dem Betrieb von Verbrennungsmotoren oder Grills in geschlossenen beziehungsweise schlecht belüfteten Räumen. Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses, hochgiftiges Gas und kann beim Einatmen innerhalb kürzester Zeit zu schweren Vergiftungserscheinungen oder gar zum Tod führen.











