Tarifpoker

Ab 1. April beginnt die zweite Runde im Arbeitskampf bei Sana in Cham

Kliniken im Landkreis Cham sagen planbare Operationen ab und versprechen: "Termine werden nachgeholt." Mit Verdi hat die Geschäftsleitung eine Notdienstvereinbarung für die Streiktage geschlossen.

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Ab 1. April treten die Beschäftigten der Chamer Sana-Klinik vier Tage in Streik. Es geht um eine Angleichung an den TVöD.

Ab 1. April treten die Beschäftigten der Chamer Sana-Klinik vier Tage in Streik. Es geht um eine Angleichung an den TVöD.

Von Redaktion Cham

Von Beginn des Frühdienstes am Dienstag, 1. April, ab 6 Uhr bis Samstagmorgen, 5. April, 6 Uhr, treten die Beschäftigten der Sana Kliniken des Landkreises Cham in einen viertägigen Streik. Es ist bereits die zweite Arbeitskampfmaßnahme im laufenden Tarifstreit. Die Notfallversorgung ist trotz des Streiks gewährleistet, heißt es von seiten der Klinikleitung. Verschiebbare Operationen und Behandlungen müssen jedoch auf andere Termine gelegt werden. Die betroffenen Patienten sind informiert.

"Unser medizinischer Versorgungsauftrag für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cham ist uns sehr wichtig", betont Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham. "Die Notfallversorgung im Landkreis Cham stellen wir trotz Streiks sicher." Dazu haben die Kliniken mit der Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Diese sorgt dafür, dass die Notfallversorgung ohne Einschränkungen fortgeführt werde. Patienten müssen keine Sorgen haben, dass ihre notfallbedingte Versorgung an den Streiktagen gefährdet ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen, um einen reibungslosen Ablauf der medizinischen Versorgung sicherzustellen.

Wie in der Stellungnahme versichert wird, respektieren die Sana Kliniken des Landkreises Cham das Streikrecht der Beschäftigten, bedauern aber die Streikfolgen. Auch in den Notaufnahmen kann es an Streiktagen zu längeren Wartezeiten kommen, so Koch: "Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, die Notaufnahmen nur bei akuten Notfällen aufzusuchen, die nicht im ambulanten Bereich versorgt werden können. Für mögliche Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten wegen des von ver.di initiierten Streiks bitten wir alle Patienten und Angehörige um Verständnis und Entschuldigung. Wir werden dafür Sorge tragen, dass ausfallende Termine kurzfristig nachgeholt werden."

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