80.000 Euro Schaden
Schuppenbrand greift in Lohberg auf Wohngebäude über

Konrad Kellner
Als die ersten Feuerwehren aus dem Lamer Winkel eintrafen, stand die Schuppenanlage im Vollbrand.
Der letzte Sommertag vor dem kalendarischen Herbstanfang ließ die Bewohner des Lamer Winkels in den frühen Morgenstunden hochschrecken: Im Lohberger Ortsteil Thürnstein brannte eine Schuppenanlage. Dabei griff das Feuer auf die Holzschalung und den Dachstuhl des nahen Einfamilienhauses über, das durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ungefähr ein Drittel des Hauses sei stark beschädigt, teilt die Polizeiinspektion Bad Kötzting mit. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 80.000 Euro. Drei Bewohner hätten leichte Rauchgasvergiftungen erlitten - sie wurden vor Ort behandelt.
Als kurz nach 5 Uhr zu einem Brand der Kategorie „B3“ alarmiert wurde, war Kreisbrandmeister Konrad Kellner als erster an der Einsatzstelle in der Dorfstraße in Thürnstein. Dort stand eine Schuppenanlage in Vollbrand. Das Feuer griff auf die Holzschalung und den Dachstuhl des Wohngebäudes über, das im Erdgeschoss bewohnt war. Im Umkreis hörten Anwohner lautes Knallen, weil im Schuppen gelagerte Reifen zerbarsten. Durch die Hitzeentwicklung schmolzen und rissen am Nachbargebäude die Rollos.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte ein noch schlimmeres Szenario verhindert werden. Kreisbrandrat Michael Stahl erhöhte auf die Stufe „B4“. Vor Ort waren nahezu die gesamten Feuerwehren des KBM-Bereichs Lam sowie Rittsteig, Atzlern und Neukirchen b. Hl. Blut.
Es wurden zwei Löschleitungen vom Triebwerkskanal der Zimmerei Aschenbrenner zum Brandobjekt gelegt. Die erste bauten die Kameraden der Feuerwehren aus dem Lamer Winkel auf, die zweite der Schlauchwagen aus Bad Kötzting, die jedoch nicht mehr fertig aufgebaut wurde. Die ersten Löschangriffe führten Lam und Thürnstein aus, Einsatzleiter war Ortskommandant Stefan Menacher mit Unterstützung von KBM Konrad Kellner. Die Lamer Drehleiter leistete für den Bereich des Dachstuhls wertvolle Dienste.
Vor Ort waren ebenso KBI Andreas Bergbauer, die UGÖEL und die Drohne der FFW Blaibach. Beim Autohaus Seidl wurde gleich zu Beginn ein Bereitstellungsraum gebildet. Als Abschnittsleiter Wasserförderung fungierte Christoph Seidl, Abschnittsleiter für den Schlauchwagenzug war KBM Florian Heigl. Zum Einsatzort kamen auch der Lohberger Bürgermeister Franz Müller sowie Wassermeister Ernst Stiegler, der sich vergewisserte, ob ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand. Die Thürnsteiner Wehr blieb nach dem Einrücken der Wehren noch als Brandwache.




