Affäre um Sexualstraftäter

US-Ministerium veröffentlicht weitere Epstein-Dokumente

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten wird seit langem gefordert - und hat auch Trump unter Druck gesetzt. (Archivbild)

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten wird seit langem gefordert - und hat auch Trump unter Druck gesetzt. (Archivbild)

Von dpa

Das US-Justizministerium hat viele weitere Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Enthalten sind mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und Fotos. Enthalten ist auch pornografisches Material, das Epstein besessen, aber nicht selbst aufgenommen hat, wie der stellvertretende Justizminister Todd Blanche berichtete.

Ob sich neue Erkenntnisse in dem Fall ergeben, war unmittelbar nach der Veröffentlichung auf der Homepage des Ministeriums noch unklar. Inzwischen sind dort elf Datensätze abrufbar.

Blanche sagte, herausgenommen habe man unter anderem persönliche Daten von Opfern, um deren Privatsphäre zu schützen. Ebenfalls zurückgehalten werde pornografisches Material, auf dem Kinder zu sehen sind, und alles, was Ermittlungen auf Bundesebene behindern könne.

Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Die gesetzlich festgelegte Frist zur Veröffentlichung der Akten ist längst abgelaufen. Eigentlich hätte das Justizministerium bis Mitte Dezember - abgesehen von ein paar gesetzlich eingeräumten Ausnahmen - alle Akten veröffentlichen müssen.

Blanche verteidigte bei einer Pressekonferenz nun mehrfach, dass deutlich weniger Material und mit Verspätung veröffentlicht wurde. Man habe viel mehr Material eingesammelt, als notwendig, und veröffentliche nur Relevantes. Man habe außerdem Zeit gebraucht, um den Opferschutz zu gewährleisten. Ende Dezember hieß es auf einmal aus dem Justizministerium, dass angeblich eine Million neue Dokumente aufgetaucht seien, die mit dem Skandal in Zusammenhang stehen könnten.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich brachte. Immer wieder kam die Frage auf, welche prominenten Persönlichkeiten in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten. Per Gesetz wurde schließlich Ende vergangenen Jahres die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich US-Präsident Donald Trump lange gewehrt hatte.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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