Konflikt

UN: 2025 mehr als 14.000 Kinder getötet oder verstümmelt

«Diese Kinder verdienen nicht, was sie durchmachen müssen», sagte Fazier bei der Vorstellung des Bericht. (Archivbild)

«Diese Kinder verdienen nicht, was sie durchmachen müssen», sagte Fazier bei der Vorstellung des Bericht. (Archivbild)

Von dpa

Die Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten hat nach UN-Angaben 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Das Jahr sei „ohne Zweifel eines der dunkelsten Kapitel für den Schutz von Kindern seit Beginn der Datenerhebung“ gewesen, teilte die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte, Vanessa Frazier, in New York mit.

Mehr als 14.000 Kinder seien getötet (6.266) oder verstümmelt (7.958) worden, die meisten davon in den palästinensischen Gebieten und Israel, im Sudan, in Myanmar, Syrien sowie in der Demokratischen Republik Kongo, hieß es. Unter den Getöteten seien mindestens 2.725 palästinensische Kinder gewesen.

Insgesamt verzeichnet der Bericht mehr als 38.000 Fälle und 24.000 betroffene Kinder, ein Drittel davon Mädchen. Das markiere einen Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und die höchste Zahl seit Erhebungsbeginn, so der Bericht über Kinder und bewaffnete Konflikte, der alljährlich vom Generalsekretariat der Vereinten Nationen erstellt wird.

Als Beispiel für Verstöße wurden neben Tötungen und Verstümmelungen etwa „Rekrutierung und Einsatz durch bewaffnete Akteure, Entführungen, Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser sowie die Verweigerung humanitärer Hilfe“ genannt.

Erstmals seit Beginn des UN-Mandats vor 30 Jahren seien die meisten starken Kinderrechtsverletzungen zudem von Regierungstruppen ausgegangen. Den Anstieg erklärte der Bericht unter anderem mit anhaltenden Kampfhandlungen, dem verstärkten Einsatz explosiver Waffen in dicht besiedelten Gebieten und die Risiken, die aus der zunehmenden Integration Künstlicher Intelligenz in die Zielauswahl entstehe.

Frazier sagte, viele der Vorfälle seien absolut vermeidbar und basierten auf „bewussten Entscheidungen“ staatlicher Akteure gewesen. „Und die Entscheidung hier besteht darin, entweder nicht zu berücksichtigen, dass Zivilisten betroffen sein werden, oder sich schlicht nicht um mögliche zivile Opfer zu kümmern.“

Staatliche Akteure könnten rationale Entscheidungen treffen. „Wenn Sie eine Drohnenfabrik angreifen wollen und wissen, dass sich direkt daneben eine Schule befindet, sollten Sie Waffen einsetzen, die nur die Drohnenfabrik treffen und nicht die nahegelegene Schule, ein Krankenhaus oder Wohngebäude von Zivilisten. Das ist eine operative Entscheidung.“

Die meisten Vorfälle insgesamt seien in den palästinensischen Gebieten und Israel, in der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, Myanmar und Somalia registriert worden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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