Nach US-Angriff auf Venezuela

Kolumbien, Iran, Grönland: Wem Trump noch droht

Folgt Kolumbien auf Venezuela? Über das Nachbarland Venezuelas sagte Trump, es sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen».

Folgt Kolumbien auf Venezuela? Über das Nachbarland Venezuelas sagte Trump, es sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen».

Von dpa

Angesichts von Berichten über Todesopfer bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran hat US‑Präsident Donald Trump der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen gedroht. Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten. „Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden“, sagte Trump.

„Wir beobachten das sehr genau.“ Unklar blieb, welche Schritte die USA möglicherweise erwägen.

Die vor allem von einer Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation ausgelösten landesweiten Proteste im Iran dauern inzwischen seit gut einer Woche an. Dabei sollen einer Menschenrechtsorganisation zufolge bislang mindestens 19 Demonstranten getötet worden sein. Hunderte weitere seien verletzt und festgenommen worden, teilte Iran Human Rights mit Sitz in Oslo am Sonntag mit. Zudem sollen die Behörden zumindest in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen.

Die iranische Regierung macht weiterhin keine Angaben zu den Unruhen und Opfern. Daher stützen sich aktuelle Angaben vor allem auf Berichte in sozialen Medien und von Aktivisten im Ausland. Diese Berichte können nicht unabhängig verifiziert werden.

Immer wieder äußert sich Trump auch zu Grönland. (Archivbild)

Immer wieder äußert sich Trump auch zu Grönland. (Archivbild)

Der US-Präsident hatte Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro zuvor bereits mehrfach heftig kritisiert. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump nun: „Das klingt für mich gut.“

Angesichts von Berichten über Tote bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran drohte Trump nun auch der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen. Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten. „Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden“, sagte Trump. „Wir beobachten das sehr genau.“ Unklar blieb, welche Schritte die USA möglicherweise erwägen.

Immer wieder äußert sich Trump auch zu Grönland. Zuletzt sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) erneut, „wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit“. Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. „Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen“, sagte Trump. Auch für die Europäische Union sei klar, dass die USA Grönland „haben“ sollten, behauptete Trump. Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu Dänemark gehört.

Mit Blick auf Kuba war es US-Außenminister Marco Rubio, der sich zuletzt zu der dortigen Regierung äußerte. Er bezeichnete die Regierung in Kuba als „riesiges Problem“. Das sagte er dem US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun Kuba folge. Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. „Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind.“ Dieses habe Venezuelas nun entmachteten Staatschef Nicolás Maduro unterstützt, sagte Rubio weiter.

Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritär regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt - Schritte zu einer vorsichtigen Annäherung unter US-Präsident Barack Obama hat Donald Trump wieder rückgängig gemacht.

Nur wenige Stunden nach dem US-Einsatz in Venezuela stellte Trump die Autorität von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum infrage. Diese hatte US-Einsätze gegen Drogenkartelle in ihrem Land abgelehnt. „Sie regiert Mexiko nicht, das tun die Kartelle. Wir müssen mit Mexiko etwas tun“, sagte der US-Präsident.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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