Russischer Angriffskrieg
Putin spricht bei Vormarsch in der Ukraine von Fortschritten

Alexander Zemlianichenko/Pool AP/dpa
Der russische Präsident Wladimir Putin hat massive Angriffe auf ukrainische Energieanlagen angeordnet. (Archivbild)
Im Krieg in der Ukraine kommen die russischen Truppen laut Darstellung von Kremlchef Wladimir Putin immer schneller voran. Russische Einheiten seien im Donezker Gebiet bis auf wenige Kilometer an die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt, behauptete er in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Vertretern staatlicher Medien. Die Stadt Swjatohirsk sei erneut unter russischer Kontrolle; und in Dobropillja gebe es bereits Straßenkämpfe.
Putins Angaben zu angeblichen Erfolgen an der Front widersprechen den Einschätzungen ukrainischer und westlicher Beobachter, die zuletzt übereinstimmend eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellten.
In der Südukraine stieß die russische Armee dem Kremlchef zufolge im Gebiet Saporischschja zudem bis in das Zentrum der Stadt Orichiw vor. In der Nordostukraine verlaufe die Frontlinie nur noch rund zwölf Kilometer von der Gebietshauptstadt Sumy entfernt, meinte Putin weiter. In der ostukrainischen Region Charkiw sei auf dem Ostufer des Flusses Oskil eine größere Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte eingeschlossen worden.
Beobachter: Weitgehender Stillstand an der Front
An vielen Frontabschnitten gab es zuletzt nach Einschätzung ukrainischer und westlicher Beobachter kaum noch Veränderungen. Zudem seien die ukrainischen Truppen im östlichen Donezker Gebiet bei Lyman und in der Südukraine zu erfolgreichen Gegenangriffen übergegangen. Aus dem Gebiet Dnipropetrowsk seien die russischen Einheiten auch weitgehend wieder verdrängt worden.
Beide Kriegsparteien setzten zuletzt stärker auf Luftangriffe weit hinter der Front. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen die von Putin befohlene russische Invasion. Dabei greift Moskau schon seit längerem Kraftwerke und Umspannwerke an, was vor allem in den Wintermonaten zu Strom- und Heizungsausfällen führt. Im Gegenzug konzentrierte Kiew seine Drohnenangriffe auf die für den russischen Export wichtige Erdölindustrie.








