Special Olympics

Special Olympics sollen Saarlands „Sommermärchen“ werden

Die nationalen Sommerspiele der Special Olympics beginnen (Symbolbild)

Die nationalen Sommerspiele der Special Olympics beginnen (Symbolbild)

Von dpa

Die nationalen Sommerspiele der Special Olympics für Menschen mit geistiger Behinderung starten heute in Saarbrücken. Rund 4.300 Sportler treten bis zum Samstag (20. Juni) in 27 Sportarten an. Los geht es mit einer bunten Eröffnungsfeier am heutigen Abend (20.15 Uhr) im ausverkauften Ludwigsparkstadion in Saarbrücken: Dort wird die Special Olympics Flamme entzündet. Sky, Hessischer Rundfunk und Saarländischer Rundfunk übertragen die Eröffnungsfeier live im Fernsehen.

Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um das größte inklusive Multisport-Event in Deutschland. Der überwiegende Teil der Wettbewerbe wird in Saarbrücken ausgetragen. Die Spiele binden aber das ganze Saarland ein, einige Wettkämpfe sind außerdem im benachbarten Frankreich.

„Mit den Spielen schreiben wir unser eigenes, saarländisches "Sommermärchen"“, sagte Innen- und Sportminister Reinhold Jost (SPD) vorab. Insgesamt investiere das Saarland derzeit gut zehn Millionen Euro in die Modernisierung von Sportstätten.

Für das Bundesland ist es da größte Sportevent seiner Geschichte. Bis zu 100.000 Besucher werden erwartet. Die letzte nationale Ausgabe der Sommerspiele der Special Olympics war 2022 in Berlin. Special Olympics Deutschland veranstaltet nach eigenen Angaben im zweijährigen Wechsel nationale Sommer- und Winterspiele.

Im Saarland sind die Sportarten 3x3 Basketball, Geräteturnen, Hockey, Rudern und Segeln neu dabei. Eine Besonderheit ist zudem die erstmals grenzübergreifende Austragung: Denn die Wettbewerbe im Schwimmen finden in der französischen Nachbarstadt Forbach statt. Das unterstreicht nach Ansicht der Veranstalter den europäischen Charakter der Spiele und setzt ein Zeichen für Begegnung, Zusammenarbeit und Inklusion über Ländergrenzen hinweg.

Die Präsidentin von Special Olympics Deutschland, Christiane Krajewski, betonte den besonderen Charakter der Spiele. „Hier geht es nicht um Rekorde, sondern um Teilhabe, Begegnungen und um eine starke Gemeinschaft.“ Viele Athleten wüchsen über sich hinaus, feierten ihre persönlichen Bestleistungen und machten sichtbar, wie viel Kraft in Zusammenhalt und gegenseitiger Wertschätzung stecke.

Schirmherrin der Veranstaltung ist Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD). „Die Special Olympics zeigen uns, wie vielfältig und stark unsere Gesellschaft ist, wenn alle dazugehören können“, sagte sie in einem Interview, das die Veranstalter der Special Olympics wenige Tage vor Beginn der Veranstaltung veröffentlichten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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