Frankfurter Innenstadt

Prozess um tödliche E-Roller-Unfälle in Frankfurt gestartet

Bei dem Scooter-Unfall stirbt ein 23-jähriges Zwillings-Bruderpaar. (Archivbild)

Bei dem Scooter-Unfall stirbt ein 23-jähriges Zwillings-Bruderpaar. (Archivbild)

Von dpa

Zu Beginn des Prozesses wegen versuchten Mordes und fahrlässiger Tötung von E-Rollerfahrern in Frankfurt hat die Rechtsanwältin des Angeklagten das Geschehen als „menschliche Katastrophe“ bewertet. Dies betreffe die Opfer und deren Familien, aber auch ihren Mandanten, sagte sie. Er sei „ein ganz normaler junger Mann, der nun im Gefängnis sitzt“. Bei dem Unfall sei er nicht Herr seiner Sinne gewesen, sondern habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 24-jährigen Mann aus Bad Kreuznach vor, in der Nacht auf den 6. Juli 2025 nach dem Konsum von Lachgas deutlich zu schnell durch die Innenstadt gefahren zu sein. Sein Auto soll von der Spur abgekommen und das Gefährt von 23-jährigen Zwillingen gerammt haben, die zu zweit auf einem Roller fuhren. Einer der Brüder starb am Unfallort, der andere noch in derselben Nacht im Krankenhaus.

Einem jungen Mann wird nach einem E-Scooter-Unfall versuchter Mord vorgeworfen.

Einem jungen Mann wird nach einem E-Scooter-Unfall versuchter Mord vorgeworfen.

Kurz darauf soll der Angeklagte mit seinem Auto gegen einen weiteren, 27-jährigen E-Scooter-Fahrer geprallt sein, der dadurch mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde und über eine Strecke von etwa 70 Metern auf der Motorhaube liegenblieb. Er wurde sehr schwer verletzt, der Unfallfahrer flüchtete.

Nach der bisherigen Planung der Schwurgerichtskammer soll der Prozess bis Mitte September dauern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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