Nach Feuer-Katastrophe

Fehlende Brandschutzkontrollen in Schweizer Inferno-Bar

Seit 2019 fanden in der Bar keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt. (Archivbild)

Seit 2019 fanden in der Bar keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt. (Archivbild)

Von dpa

Vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt.

Wie sich herausstellte, fanden zwischen 2020 und 2025 keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt, sagt Feraud. 2025 sei lediglich ein Akustikgutachten ohne Beanstandung durchgeführt worden. „Wir bedauern dies zutiefst“, sagte Feraud. Bei Kontrollen etwa 2019 und davor sei das Dämmmaterial an der Decke nie Thema gewesen, sagte Feraud.

Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde beschlossen, die Verwendung von sämtlichen pyrotechnischen Gegenständen in geschlossenen Räumen zu verbieten. Und dem Betreiberpaar sei nun die Betriebsbewilligung für ein zweites Restaurant in Crans-Montana entzogen worden, teilte Feraud mit.

Die Trauerfeier am Freitag findet nun in Martigny, nicht Crans-Montana, statt.
Die Trauerfeier am Freitag findet nun in Martigny, nicht Crans-Montana, statt.
Die Trauerfeier am Freitag findet nun in Martigny, nicht Crans-Montana, statt.
Die Gemeinde verbietet Pyrotechnik in geschlossenen Räumen.
Die Gemeinde verbietet Pyrotechnik in geschlossenen Räumen.
Die Gemeinde verbietet Pyrotechnik in geschlossenen Räumen.

Das Inferno in der Bar Le Constellation in der Silvesternacht wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

40 Menschen starben in der Folge, 116 Menschen wurden größtenteils schwer verletzt. Viele der Brandopfer werden inzwischen im Ausland behandelt, auch in Deutschland.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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