Finanzkriminalität

Razzia wegen Geldwäsche-Netzwerk um „Hells Angels“

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Mittwochmorgen vor einem Haus in Duisburg

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Mittwochmorgen vor einem Haus in Duisburg

Von dpa

Mit einer groß angelegten Razzia geht die Polizei nach dpa-Informationen mit mehr als 1.000 Einsatzkräften in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk um die Rocker der „Hells Angels“ vor. Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden.

Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, richtet sich der Einsatz gegen ein internationales Netzwerk von Geldwäschern sowie gegen eine kriminelle Vereinigung. Bei dieser handelt es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um die „Hells Angels“. Insgesamt werden nach dpa-Informationen rund 140 Objekte durchsucht.

Ein dpa-Reporter beobachtete am Mittwochmorgen einen sehr großen Polizeieinsatz mit Spezialeinsatzkräften (SEK) an der Adresse eines einflussreichen „Hells Angels“-Rockers in Duisburg.

Die Razzia richtet sich auch gegen Mitglieder der Rockergruppe «Hells Angels». (Symbolbild)

Die Razzia richtet sich auch gegen Mitglieder der Rockergruppe «Hells Angels». (Symbolbild)

Razzien auch in Bulgarien, Belgien und Niederlanden

Die Polizei berichtete von zahlreichen Durchsuchungsmaßnahmen in mehreren Bundesländern sowie in anderen europäischen Ländern. Nach Informationen der „Bild“ handelt es sich dabei um die Niederlande, Belgien und Bulgarien. Federführend bei den Ermittlungen ist die Staatsanwaltschaft Duisburg. Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in NRW ist ebenfalls involviert. Wie die dpa erfuhr, sollen auch Vermögenswerte beschlagnahmt werden.

Laut „Bild“ laufen die Ermittlungen bereits seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt war demnach eine spektakuläre Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022. Bei der Auseinandersetzung in dem Stadtteil von Duisburg mit mehr als 100 Beteiligten waren damals Rocker mit Mitgliedern einer türkisch-libanesischen Großfamilie aneinandergeraten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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