Finanzkriminalität

Geldwäsche-Ermittlungen gegen hochrangige „Hells Angels“

Spricht von einem System gegenseitiger Loyalität: Gunnar Greier, Leiter der Staatsanwaltschaft Duisburg.

Spricht von einem System gegenseitiger Loyalität: Gunnar Greier, Leiter der Staatsanwaltschaft Duisburg.

Von dpa

Nach der Groß-Razzia gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der „Hells Angels“ ermitteln die Behörden gegen mehrere hochrangige Mitglieder der Gruppierung. „Für einige der Hauptbeschuldigten konnten wir feststellen, dass diese seit mehreren Jahren in ein Personennetzwerk innerhalb einer bekannten Rockergruppierung eingebunden sind“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gunnar Greier bei einer Pressekonferenz der Ermittler am Tag nach der Aktion.

Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft ist die Führungsriege der in Duisburg tätigen Rockergruppe festgenommen worden. Zwei Hauptbeschuldigte sollen demnach die Rädelsführer der kriminellen Vereinigung gewesen sein. Anderen hochrangigen Mitgliedern werden demnach schwere Gewaltdelikte vorgeworfen, darunter Erpressung und Nötigungshandlungen.

Ermittlungen gegen 71 Beschuldigte

Nach dem Stand der umfangreichen Ermittlungen soll die Rockergruppe „Hand in Hand“ mit einer weiteren kriminellen Vereinigung gearbeitet haben. „Durch professionelle Verschleierungshandlungen werden dabei erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt und durch Straftaten erlangtes Vermögen beispielsweise in Firmen, Grundstücke und Sachwerte investiert“, schilderte Greier in Duisburg. Innerhalb der Vereinigung bestehe dabei eine klare hierarchische Ordnung. „Es herrscht ein System gegenseitiger Loyalität, innerer Disziplin und innerer Geschlossenheit.“

Insgesamt richten sich die Ermittlungen nach Angaben der federführenden Duisburger Staatsanwaltschaft gegen 71 Beschuldigte. Ihnen werde die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, erpresserischer Menschenraub, banden- und gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen, fasste der Staatsanwalt zusammen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.