Finanzkriminalität

Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?

Ermittler ziehen Bilanz der Groß-Razzia gegen Finanzkriminalität

Ermittler ziehen Bilanz der Groß-Razzia gegen Finanzkriminalität

Von dpa

Am Tag nach der Groß-Razzia gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der „Hells Angels“ ziehen Polizei und Steuerfahndung heute in Duisburg Bilanz des Einsatzes. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch in fünf Bundesländern - mit Schwerpunkt in Duisburg - sowie Belgien, Bulgarien und den Niederlanden waren 14 Personen mit Haftbefehlen festgenommen worden, rund 48,6 Millionen Euro sollten beschlagnahmt werden.

Haben städtische Mitarbeiter mitgeholfen?

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) haben sich zu der Pressekonferenz angekündigt, bei der es auch um einen Verdacht der Duisburger Staatsanwaltschaft gehen wird: Die Behörde sieht Anzeichen, dass ein Polizist und zwei städtische Mitarbeiter aus Duisburg dienstlich erlangte Informationen an Dritte weitergegeben haben könnten - also den Kriminellen möglicherweise geholfen haben.

Reul hatte die Razzia mit mehr als 1.000 Einsatzkräften und 71 Beschuldigten als „wirkungsvollen Schlag gegen die Organisierte Kriminalität“ gelobt. Hochrangige Mitglieder der „Hells Angels“ hätten offensichtlich mit einem bundes- und europaweit tätigen Geldwäsche-Netzwerk zusammengearbeitet. Dabei gehe es um „ein Firmengeflecht aus Firmen und Immobilien, das schmutziges Geld sauber aussehen lässt“, so der Minister.

Wie wurde das schmutzige Geld gewaschen?

Wie genau diese Geldwäsche von illegalen Zuflüssen aus Drogenhandel, Schutzgelderpressungen oder dem Rotlichtmilieu funktioniert hat, dürfte ebenfalls im Mittelpunkt der Pressekonferenz stehen.

NRW-Fachleute zur Bekämpfung dieser Form der Kriminalität sind in Duisburg dabei: Es nehmen auch Vertreter des 2025 geschaffenen Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF) teil, das Steuerfahnder aus allen Finanzämtern des Landes bündelt.

Die „Hells Angels“ sind der größte Rockerclub in Nordrhein-Westfalen. Laut Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) aus dem Frühjahr gab es 29 sogenannte Charter (also lokale Ableger) mit insgesamt 469 Mitgliedern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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