Schiffsunglück in Indonesien

Fähre zwischen Bali und Lombok gerät in Brand

Der Brand war am frühen Morgen ausgebrochen.

Der Brand war am frühen Morgen ausgebrochen.

Von dpa

Zwischen den beliebten indonesischen Inseln Bali und Lombok ist eine Fähre in Brand geraten. Die „Putri Yasmin“ war am frühen Morgen auf dem Weg von der kleinen balinesischen Hafenstadt Padang Bai nach Lembar auf der Nachbarinsel, als auf der Fahrt durch die Lombokstraße plötzlich das Feuer ausbrach. Eine großangelegte Rettungsaktion lief an, mehrere Schiffe und ein Hubschrauber wurden zur Unglücksstelle geschickt, wie die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete.

Nach Angaben des Chefs der Hafenbehörde, Heri Wiyanto, waren 131 Menschen an Bord, 114 Passagiere und 17 Crew-Mitglieder. Unklar war zunächst, ob auch Ausländer auf der Fähre waren. Wiyanto betonte, die Betroffenen würden von dem Schiff evakuiert. Bisher gebe es keine Todesopfer. Ob Menschen verletzt wurden, war nicht bekannt.

Die Passagiere waren mit Rettungswesten ausgestattet, einige nutzten während der Evakuierung Rettungsboote der Fähre, wie Aufnahmen des Senders Metro TV zeigten. Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz aber nach Angaben von beteiligten Rettern.

Was das Feuer auslöste, muss noch untersucht werden. Nach Berichten lokaler Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Ein Sprecher der indonesischen Marineeinheit auf Lombok erklärte, auf der Fähre sei der Strom ausgefallen, zudem sei sie auf Grund gelaufen und nicht mehr fahrbereit.

Die Strecke Padang Bai-Lembar verbindet Bali und Lombok und wird auch von Urlaubern genutzt, die zwischen den beiden beliebten Reisezielen wechseln. Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu Fährunglücken, teilweise mit vielen Toten.

Erst Anfang August war eine Fähre mit mehr als 270 Menschen an Bord auf dem Weg von Java nach Sulawesi in Brand geraten. Viele Passagiere wurden gerettet, jedoch gab es mehrere Tote und Dutzende Vermisste. Im Juli vergangenen Jahres war eine Fähre zwischen Java und Bali gesunken. Fast 20 Menschen starben, 16 weitere gelten bis heute als vermisst.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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