Ex-Modern-Talking-Sänger

Thomas Anders: Für Auftritte in Russland muss viel passieren

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Es tue ihm leid für seine Fans, sagte Anders. (Archivbild)

Es tue ihm leid für seine Fans, sagte Anders. (Archivbild)

Wahl-O-Mat
Von dpa

Popsänger Thomas Anders (63) will angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterhin nicht in Russland auftreten. Es kämen zwar regelmäßig Konzertanfragen, sagte der 63-Jährige laut einer Vorab-Info zum gemeinsamen Talkformat „MusikerGrillen“ von „Welt“ und dem Musikmagazin „Rolling Stone“. „Kann man nicht doch, will er nicht doch? Nein. Da muss ganz viel passieren„, sagte er. „Da muss sich ganz oben an der Spitze etwas ändern. Da muss eine andere Einstellung zur Weltpolitik kommen, damit ich sagen kann: Jetzt kann ich wieder mit Freude auftreten.“

Es tue ihm leid für seine Fans, die im Grunde gar nichts dafür könnten, so der ehemalige Modern-Talking-Sänger. „Viele reisen zu mir, wenn ich Shows in Kasachstan oder zum Beispiel in der Türkei habe. Da kommen sie noch hin. Aber das große Publikum hat diese Möglichkeit nicht.“ Die Episode von „MusikerGrillen“ mit Anders wird am Samstag (24. Oktober) um 15.00 Uhr auf Welt TV ausgestrahlt.

„In dieser Welt will ich dort nicht auftreten“

„Diese Verzahnung von Ukrainern und Russen, die im jeweils anderen Land leben, arbeiten, Verwandtschaft haben, verheiratet sind und Kinder haben, ist ganz eng“, sagte Anders. „Und nun beschuldigt man aus einem imperialistischen Gedankengut heraus die Gegenseite und will sie annektieren und mehr oder weniger vernichten. Es sollen ja wieder Russen werden. In dieser Welt will ich dort nicht auftreten.“

Anders hatte im Jahr 2022 wegen des damals begonnenen Angriffskriegs gegen die Ukraine seine geplante Konzertreise durch Russland abgesagt und auch auf seinen Wertekompass verwiesen. Seit seiner Zeit im Popduo Modern Talking („You're My Heart, You're My Soul“) mit Dieter Bohlen hat er eine große Anhängerschaft in Russland.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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