Zu Olympia
Wie Sport und Bewegung dem Kopf und der Psyche gut tun können
Ich schaue aktuell begeistert Olympia und bin täglich aufs Neue beeindruckt, was die Athleten und Athletinnen dort nach jahrelangem harten Training der Welt zeigen. Ob Rittberger-Sprünge im Eiskunstlauf, Liegendschießen inklusive Gegenwind beim Biathlon oder ein „Switch Backside 18“ im Snowboarden, eine 180-Grad-Drehung über die Rückseite.
Ich habe mir, was Olympia angeht, den genau richtigen Platz gesucht, nämlich vor dem Fernseher. Da mache ich mir keine Illusionen. Denn weder macht mir Sport in auch nur der entferntesten Weise Spaß, noch habe ich Kampfgeist oder irgendeine andere Form von sportlichem Ehrgeiz.
Und dennoch kann es vorkommen, dass man mich zweimal die Woche beim Joggen erwischt. In Ausnahmefällen sogar dreimal.
Warum? Naheliegend: Ich möchte gesund bleiben. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.
Und dabei hilft es (leider), sich zu bewegen: Eine umfangreiche Forschungsarbeit aus dem Jahr 2018, die die Ergebnisse vieler Studien zusammenfasst, kommt zu dem Schluss, dass regelmäßige körperliche Aktivität vor den Symptomen einer Depression schützen kann. Andere Studien deuten sogar darauf hin, dass Sport bei Depressionen so ähnlich wirken kann wie Antidepressiva oder Psychotherapie. Besonders sinnvoll scheint aber die Kombination mehrerer Behandlungsmöglichkeiten zu sein. Nicht unterschätzt werden sollte auch, dass eine Trainingsroutine Struktur in den Tages- und Wochenablauf bringt. Auch das ist oft sehr wertvoll.
Im besten Fall nutzt du Sport aber vorbeugend, um eine Depression gar nicht erst entstehen zu lassen.
Es ist schwer, abschließend zu sagen, welche Prozesse im Körper genau für die positive Wirkung auf die Psyche verantwortlich sind – wie so oft in der Wissenschaft. Als wesentlich gilt vor allem der Abbau des Stresshormons Cortisol.
Zusammengefasst ist jede einzelne Bewegungseinheit sinnvoll. Und wenn dein Schweinehund mal wieder nicht vom Sofa will, dann denk an mich: Ich schaff’s ja auch. Meistens.
So baust du deine Sportroutine auf:
- Setze dir realistische Ziele
- Plane den Sport fest ein – wie einen Arzttermin
- Such dir einen Trainingspartner
- Vergleiche dich nicht mit anderen, nur deine Bewegung zählt
- Schreibe dir auf, warum mehr Bewegung gut für dich ist, und häng den Zettel gut sichtbar auf
- Richte deine Sportkleidung schon am Abend vorher her













