Buchtipp
Wie eine junge Deutsche im australischen Outback ums Überleben kämpfte
Ihre Geschichte hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Im Juni 2025 verunglückte Carolina Wilga, als sie alleine im australischen Outback unterwegs war. Von ihrem Kampf ums Überleben erzählt sie nun in dem Buch „Dem Outback entkommen“.
Darum geht’s: Anfangs schildert Carolina ihren Weg nach Australien. Nach ihrer Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin reifte in ihr der Traum von einem Leben am Strand. 2021 ging es für sie nach Indonesien, danach reiste sie mit ihrem Rucksack über Marokko nach Australien. Dort arbeitete sie in einer Mine, um Geld zu sparen für eine Yogalehrerausbildung und einen eigenen Van. Mit dem machte sie sich dann auf ins australische Outback. Eine riesige Gegend im Zentrum des Kontinents, die nur sehr dünn besiedelt ist.
Dann die Katastrophe: Carolina verunglückt mit ihrem Auto, verliert offenbar das Bewusstsein und wacht verwirrt und verirrt sowie nur mit einem Kleid und Schal bekleidet mitten im Nirgendwo auf. Sie versucht, zunächst ihr Auto zu finden, scheitert und überlegt, wie sie irgendwie wieder in die Zivilisation zurückkommt. Ihr Plan: immer nach Westen gehen. Sie schlägt sich durch trockenes Buschland, erträgt kalte Nächte und heiße Tage, trinkt Tau von Grashalmen, schlürft Wasser aus Pfützen und baut sich Unterkünfte aus Ästen. Nach zwölf Tagen wird sie schließlich gefunden.
Fazit: Ein Buch, das einen betroffen und staunend zurücklässt. Es ist beeindruckend, was Carolinas Körper durchgehalten hat und mit welcher Offenheit die Autorin ihre physischen und psychischen Erlebnisse beschreibt. An manchen Stellen wird es einen Tick zu spirituell, doch auch ihre Meditationserfahrungen haben ihr geholfen, im Outback zu überleben.









