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In einem Tag um die Welt

Ich sehe den CN-Tower aus Kanada und den Eiffelturm aus Paris - knapp nebeneinander. Im Minimundus in Klagenfurt sind große Bauwerke im Maßstab von 1:25 nachgebaut. Gespannt betreten mein Bruder, meine Eltern und ich den Eingangsbereich. Im Minimundus stehen auf einer Fläche von etwa 26 000 Quadratmetern 150 Mini-Bauwerke. Diese sind nach über 40 Ländern gegliedert. Seit 1957 gibt es dieses Areal, das ständig erweitert wurde.
Wir gehen einen Rundweg entlang, um alle Bauten besichtigen zu können. Ich entdecke den Eiffelturm (Frankreich), die Chinesische Mauer (China), den schiefen Turm von Pisa (Italien), den Petersdom (Vatikan), Schloss Neuschwanstein (Deutschland), die Wuppertaler Schwebebahn (Deutschland) und noch viele mehr. Ein solches Modell anzufertigen, ist laut Infobroschüre ein großer Aufwand. Manche Bauten kosteten über 500 000 Euro. Die meisten Ausstellungsstücke sind aus den gleichen Materialien wie das Original gefertigt. Das sind hauptsächlich Sandstein, Lavabasalt oder Tuffstein. Der Gebäudekern ist allerdings ein aus Stahlbeton gegossenes Stück, bei dem Türen und Fenster ausgespart werden. Dann wird jeder Stein einzeln zugeschnitten und aufgemauert. Die Herstellung eines neuen Mini-Modells kann über zwei Jahre dauern. Der Petersdom zum Beispiel wurde erst nach sechs Jahren fertig, weil einige Figuren in Handarbeit geschnitzt wurden.





