Sorge und Diskussionen

Wehrbeauftragter mahnt wegen US-Truppenabzugs Ausgleich an

«Der Abzug von US-Kampfeinheiten ist ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands», sagte der CDU-Politiker dem «Spiegel».

«Der Abzug von US-Kampfeinheiten ist ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands», sagte der CDU-Politiker dem «Spiegel».

Von dpa

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, hat angesichts des anstehenden US-Truppenabzugs aus Deutschland Gegenmaßnahmen angemahnt, um die Lücke auszugleichen. „Der Abzug von US-Kampfeinheiten ist ein schlechtes Signal für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Sie muss kompensiert werden“, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

Otte sprach von einer „Lücke in der deutschen Verteidigungsarchitektur“. „Für Deutschland bedeutet dies mehr denn je, die eigene Verteidigungsfähigkeit schnell zu steigern.“ Für die USA heiße der Schritt, dass sie „auf eine für sie vorteilhafte Infrastruktur und gesellschaftliche Rückendeckung verzichten“, so Otte.

US-Präsident Donald Trump lässt die deutschen Verbündeten derzeit im Unklaren über das tatsächliche Ausmaß des geplanten Truppenabzugs. Am Freitag hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, 5.000 US-Soldaten in den kommenden sechs bis zwölf Monaten aus Deutschland abzuziehen. Trump legte jedoch nach und sagte, die USA würden um weit mehr als 5.000 Soldaten reduzieren.

Derzeit sind dem US-Militär zufolge rund 39.000 Soldaten in Deutschland stationiert. Es gibt mehrere Stützpunkte in der Bundesrepublik, viele davon im Südwesten und Süden. Zu den militärisch bedeutsamsten gehört die Ramstein Air Base (Rheinland-Pfalz). Die Zahl der US-Soldaten verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.

Das US-Verteidigungsministerium machte deutlich, die Entscheidung folge einer Überprüfung der Truppenpräsenz in Europa. Es gibt noch keine offiziellen Angaben dazu, welche Standorte und Einheiten betroffen sind.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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