2. Fußball-Bundesliga

276. Frankenderby ohne Sieger: Fürth und der „Club“ hadern

Emotionen nach dem Derby: Nürnbergs Torwart Jan Reichert und Fürths Torschütze Noel Futkeu im Disput.

Emotionen nach dem Derby: Nürnbergs Torwart Jan Reichert und Fürths Torschütze Noel Futkeu im Disput.

Von dpa

Nach dem Schlusspfiff saßen und lagen die Fußball-Profis der SpVgg Greuther Fürth und des 1. FC Nürnberg erstmal platt auf dem Rasen. Das 1:1 (1:1) im 276. Frankenderby hatte bei sommerlichen Temperaturen viel Kraft gekostet. Und wie schon beim 2:2 in der Hinrunde endete auch der zweite Fußball-Klassiker der Erzrivalen in dieser Zweitliga-Saison ohne Sieger.

Die Fürther haderten am Ende mit dem einen Punkt, der zu wenig war, um im Abstiegskampf einen großen Schritt zu machen und vor den letzten zwei Spieltagen den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen. „Im ersten Moment fühlt es sich an, wie eine Niederlage“, klagte Trainer Heiko Vogel. Das große Zittern hält an, ein Endspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 34. Spieltag bahnt sich an.

Noel Futkeu (l) reagiert am schnellsten und staubt ab zum Fürther 1:0.
Noel Futkeu (l) reagiert am schnellsten und staubt ab zum Fürther 1:0.
Noel Futkeu (l) reagiert am schnellsten und staubt ab zum Fürther 1:0.
Nürnbergs Kapitän Fabio Gruber (Nr. 4) stochert den Ball zum 1:1 ins Tor.
Nürnbergs Kapitän Fabio Gruber (Nr. 4) stochert den Ball zum 1:1 ins Tor.
Nürnbergs Kapitän Fabio Gruber (Nr. 4) stochert den Ball zum 1:1 ins Tor.

Die schon gesicherten Nürnberger ärgerten sich vor allem über ihre erste, richtig miese Hälfte. „Wir haben uns das Derby anders vorgestellt. Mehr Tore, so ein offener Schlagabtausch wie bei den Bayern (gegen Paris)“, sagte Trainer Miroslav Klose. Er musste zur Pause „an die Mentalität appellieren“.

Vor 16.126 Zuschauern im ausverkauften Ronhof brachte Torjäger Noel Futkeu (13. Minute) die im ersten Durchgang dominanten Fürther in Führung. Nach dem schmeichelhaften Ausgleich durch Kapitän Fabio Gruber (45.+3) war dann der „Club“ einem Derbysieg näher.

„Man kann es kurz fassen: Die erste Halbzeit ging an Fürth, die zweite an uns“, resümierte FCN-Torwart Jan Reichert, der noch mit einem Schlussjubel vor der Fürther Fankurve besondere Emotionen nach dem Abpfiff auslöste.

Eine grün-weiße Pyro-Rauchwolke wurde vor dem Anpfiff im Fürther Fanblock gezündet. Auf dem Platz entfachten auch die Gastgeber zunächst viel mehr Feuer. Felix Higl hatte die erste Großchance (7.), bevor Futkeu nach einem Ballverlust von Nürnbergs Rafael Lubach im Nachsetzen erfolgreich war.

Der quirlige Futkeu, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt, hätte in der 28. Minute beinahe ein zweites Mal erfolgreich abgestaubt. Doch Reichert parierte dieses Mal reaktionsschnell mit dem Fuß.

„Wir haben es verpasst, in der ersten Halbzeit den Sack zuzumachen. Minimum ein Tor mehr war möglich“, urteilte Vogel. Das 1:1 in der Nachspielzeit sei „zu einem Scheiß-Zeitpunkt“ gefallen, kommentierte Fürths Torschütze Futkeu.

Die Gastgeber waren bis dahin besser, schärfer und offensiv präsent gewesen. Aber Nürnberg schlug aus dem Nichts zurück: Gruber stocherte den Ball im Nachsetzen ins Tor, nachdem Fürths Schlussmann Silas Prüfrock einen Schuss von Luka Lotschoschwili zuvor noch hervorragend mit dem Fuß abgewehrt hatte. „Die erste Halbzeit geht so nicht“, schimpfte Gruber dennoch. Das Tor aber sei immerhin „ein Hallo-wach-Effekt“ für seine Mannschaft gewesen.

Für die Fürther war es dagegen „ein Wirkungstreffer“, wie Coach Vogel nach dem Spiel gestand. Nürnberg war nach der Pause am Drücker. Aber Finn Becker (55./85.) und Julian Justvan (57.) verpassten mehrmals das 2:1. So wie auf der Gegenseite Dennis Srbeny, der an Nürnbergs Torwart Jan Reichert scheiterte (77.). Zum „Lucky Punch“, so Vogel, war am Ende kein Team mehr fähig.

„Das Derby willst du immer gewinnen. Das Unentschieden wurmt uns“, resümierte Abwehrspieler und Torschütze Gruber, Nürnbergs klar Bester. Er verließ den Ronhof sauer: „Wir müssen das Spiel killen in der zweiten Halbzeit.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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