2. Fußball-Bundesliga

„Überglücklich“: Greuther Fürth sendet Lebenszeichen

Zweikampf zwischen Marko Ivezic (l, Holstein Kiel) und Noel Futkeu (SpVgg Greuther Fürth).

Zweikampf zwischen Marko Ivezic (l, Holstein Kiel) und Noel Futkeu (SpVgg Greuther Fürth).

Von dpa

Das Kleeblatt lebt. Der erste Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga nach quälend langen 85 Tagen gibt der SpVgg Greuther Fürth wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Ein „erstes konkretes“ Lebenszeichen sei dieser Dreier, sagte Trainer Heiko Vogel „überglücklich“ nach dem 2:1 (0:0) bei lethargischen Kielern. Es sei ein „Lebenszeichen, das mit drei Punkten belohnt“ wurde.

Mit nun 19 Punkten stecken die Franken zwar immer noch im Tabellenkeller, die rettenden Ränge sind nach dem ersten Sieg seit Anfang November aber plötzlich ganz nah. „Abstiegskampf ist nicht nur Fußball“, erläuterte Vogel nach seinem Premierenerfolg im sechsten Spiel als Fürther Trainer, „sondern auch viel Wille und viel Leidenschaft.“

Der Kieler Umut Tohumcu (M) behauptet gegen Branimir Hrgota (l) den Ball.

Der Kieler Umut Tohumcu (M) behauptet gegen Branimir Hrgota (l) den Ball.

Genau das taten seine Spieler bei Holstein Kiel: Sie investierten Herzblut. Vor 11.594 Zuschauern erzielte Aaron Keller (50. Minute) die überraschende Führung. Er eroberte im Kieler Strafraum an der Grundlinie den Ball gegen den unaufmerksamen David Zec und schloss aus spitzem Winkel ins kurze Eck ab. Ein „toller Tag“ sei das, meinte der 21-jährige Keller.

Kiel erhöhte im Anschluss den Druck und belohnte sich. Nach einem klugen Pass von Lasse Rosenboom erzielte Jonas Meffert (61.) den Ausgleich. Die Gäste ließen sich aber nicht schocken. Nach einem Foul von Umut Tohumcu an Aiman Dardari verwandelte Noel Futkeu (77.) den fälligen Strafstoß sicher. „Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“, sagte Futkeu im TV-Sender Sky.

Die Fürther zeigten auch Widerstandskraft. Das begann schon beim Aufwärmen, als der ohnehin angeschlagene Topscorer Felix Klaus verletzt passen musste. „Das war natürlich erstmal ein Schlag, den es zu verkraften galt und wir mussten umstellen. Dann war es ein Spiel mit viel Kampf und Leidenschaft von uns“, beschrieb Vogel, der in der Offensive für Klaus von Beginn an Dennis Srbeny brachte.

Gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Magdeburger wollen die Fürther am Freitag vor eigenem Publikum nachlegen. Mit Konsequenz und Beharrlichkeit. „Es ist ein bisschen wie Kindererziehung“, erläuterte Vogel, wie er seine Spieler anleite, man dürfe nur „nicht nachlassen“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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