Fußball-Bundesliga

Starker Undav führt Stuttgart zum Torfest in Augsburg

Ätsch: Deniz Undav jubelt nach seinem zweiten Tor zum 4:1.

Ätsch: Deniz Undav jubelt nach seinem zweiten Tor zum 4:1.

Von dpa

Drei Tage nach dem bitteren Ausscheiden aus der Europa League hat der VfB Stuttgart eine überragende Reaktion in der Fußball-Bundesliga gezeigt. Angeführt vom weiter treffsicheren Torjäger Deniz Undav dominierten die Schwaben den FC Augsburg beim 5:2 (3:0) vor allem in der ersten Hälfte nach Belieben und untermauerten mit dem Sprung auf Platz drei ihre Ambitionen auf einen Champions-League-Platz eindrucksvoll.

Undav war mit seinen Saisontoren 17 und 18 der Chef einer energischen Stuttgarter Offensive. Nach dem 1:0 des Nationalstürmers in der 12. Minute sorgten Tiago Tomás (29.) und Nikolas Nartey (31.) mit einem Doppelschlag frühzeitig für klare Verhältnisse.

Einen Foulelfmeter für Stuttgart nahm Schiedsrichter Felix Zwayer nach Videobeweis zurück (45.). „Wir wollten eine Reaktion zeigen. Wir machen das Spiel noch unnötig spannend, aber es war ein verdienter Sieg“, sagte Undav bei DAZN.

Schiedsrichter Felix Zwayer überprüft am Bildschirm einen Foulelfmeter für den VfB. Er nimmt ihn zurück.
Schiedsrichter Felix Zwayer überprüft am Bildschirm einen Foulelfmeter für den VfB. Er nimmt ihn zurück.
Schiedsrichter Felix Zwayer überprüft am Bildschirm einen Foulelfmeter für den VfB. Er nimmt ihn zurück.
Viel ging in der Offensivbe beim VfB über Außenstürmer Chris Führich (r).
Viel ging in der Offensivbe beim VfB über Außenstürmer Chris Führich (r).
Viel ging in der Offensivbe beim VfB über Außenstürmer Chris Führich (r).

Das Augsburger 1:3 von Fabian Rieder (57.) konterte Undav prompt im Gegenzug (58.). Der VfB verzückte seine mitgereisten Anhänger in der ausverkauften Augsburger Arena. Die Gastgeber zeigten immerhin Moral, der eingewechselte Anton Kade traf zum 2:4 (71.). Den Schlusspunkt aber setzte der VfB durch den eingewechselten Ex-Augsburger Ermedin Demirovic (83.).

Von Niedergeschlagenheit nach dem 0:2 beim FC Porto war beim bestens harmonierenden Kollektiv von Trainer Sebastian Hoeneß nichts zu sehen. Hoeneß hatte fünf Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Die Frische tat seinem Team gut. Und Augsburg? Es war - nach dem 1:2 in Leipzig und dem 0:2 in Dortmund - die dritte Niederlage in Serie gegen ein Topteam. Erst als die Stuttgarter müder wurden, kamen sie zu ihren erfolgreichen Offensivaktionen.

Der VfB war aber vor 30.660 Zuschauern lange wacher, schneller, zielstrebiger - und vor allem sehr effizient. Die Augsburger bekamen defensiv keinen Zugriff. Immer wieder rannten die Stuttgarter gerade über die linke Seite mit dem starken Dribbler Chris Führich an. Davon profitierte auch zweimal Undav.

Der nach Harry Kane zweitbeste Torschütze der Bundesliga blieb bei seinen Treffern im Strafraum jeweils ganz cool. Es war eine Empfehlung an Bundestrainer Julian Nagelsmann vor den anstehenden Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana, bei denen Undav wieder dabei ist. „Ich hoffe, dass ich mit den Leistungen empfehlen kann“, sagte der Angreifer.

„Deniz ist in herausragender Form. Ich glaube nicht, dass der Julian ernsthaft erwogen hat, ihn wegzulassen“, hatte Hoeneß vor dem Anpfiff bei DAZN gesagt. Undavs aktuelle Tor-Quote ist wahrlich WM-reif.

Auch Angelo Stiller bestach im Mittelfeld mit seinem großen Aktionsradius. Der 24-Jährige könnte von Nagelsmann doch noch nachnominiert werden, da Bayern-Profi Aleksandar Pavlovic wegen einer Muskelverletzung wohl auf eine Reise zum DFB-Team verzichtet. Eine Bestätigung des Verbands gab es dafür am Sonntagabend noch nicht.

„Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht, was der DFB gesagt hat. Ich habe gespielt, war noch nicht am Handy“, sagte Stiller im DAZN-Interview nach dem Spiel. Im VfB-Kader fehlte - wie schon in Porto - der angeschlagene und für die Länderspiele nominierte Jamie Leweling.

Der Ausfall des Flügelstürmers war aber kein Handicap. Die Stuttgarter Offensive um Undav, Führich, Tomás und Nartey wirbelte nach Belieben. Die Augsburger Defensive war über 90 Minuten hoffnungslos überfordert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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