Auslandsreise

Söder: Deutschland sollte militärisch in Katar präsent sein

Bayerns Ministerpräsident besuchte in Katar auch eine Werkstatt des Rüstungskonzerns KNDS in einem Militärstützpunkt.

Bayerns Ministerpräsident besuchte in Katar auch eine Werkstatt des Rüstungskonzerns KNDS in einem Militärstützpunkt.

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Von dpa

Für eine engere Zusammenarbeit mit Staaten in der Golfregion wünscht sich CSU-Chef Markus Söder eine militärische Präsenz in Katar. Es sei wichtig, dass Deutschland „zumindest sich hier sehen lässt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag nach einem Treffen mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, in der Hauptstadt Doha. Söder schlug einen Besuch des Bundesverteidigungsministeriums und „vielleicht keine Truppenteile, aber technisches Personal bei weiteren Ausbildungsfragen“ vor.

Söder sagte, dass andere Länder wie Großbritannien und Frankreich solche Schritte schon gegangen seien: „Ich finde, wir Deutschen sollten uns auch hier präsent zeigen.“ Wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein wolle, brauche als zweite Komponente Vertrauen und Sicherheit.

Wirtschaftsgipfel in München angekündigt

Der CSU-Chef besuchte bei seiner Reise am Dienstag auch eine Werkstatt des Rüstungsunternehmens KNDS auf einem Militärstützpunkt und warb für Investitionen im Verteidigungssektor - mit besonderem Fokus auf bayerische Firmen. „Der Verteidigungssektor ist extrem wichtig“, betonte Söder. „Man liegt hier 150 Kilometer vom Iran entfernt. Deswegen ist das Interesse an Verteidigung einfach noch mal höher als alles andere.“

Bayerns Ministerpräsident kündigte im Zusammenhang damit auch einen Wirtschaftsgipfel in München im kommenden Jahr an - ähnlich wie vor einigen Wochen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Söder zuvor auf seiner Reise besucht hatte. Dort sei man beim Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen schon sehr viel weiter als mit Katar, sagte Söder. Der CSU-Chef erneuerte zudem seine Forderung, eine Freihandelszone beider Länder mit der EU voranzutreiben. Daran gebe es „großes Interesse“ in Katar.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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