Prozess um Protestaktion

Protest auf Hof - Felßner spricht von „Terroristen“

Die Gruppe «Animal Rebellion» hatte nach eigenen Angaben im vergangenen März mit der Aktion gegen eine mögliche Ernennung Felßners zum Bundesagrarminister protestiert. (Archivbild)

Die Gruppe «Animal Rebellion» hatte nach eigenen Angaben im vergangenen März mit der Aktion gegen eine mögliche Ernennung Felßners zum Bundesagrarminister protestiert. (Archivbild)

Von dpa

Bayerns Bauernpräsident Günther Felßner hat die an einer Protestaktion auf seinem Hof beteiligten Aktivisten vor Gericht als „Terroristen“ bezeichnet. „Ich halte es für einen terroristischen Akt“, sagte der CSU-Politiker. Die Aktivisten seien bereit gewesen, Gewalt anzuwenden und gegen Gesetze zu verstoßen, um ihr Ziel zu erreichen. „Meine Familie ist überfallen worden“, so Felßner.

Sieben Aktivistinnen und Aktivisten von „Animal Rebellion“ stehen derzeit in Nürnberg wegen Hausfriedensbruchs vor Gericht. Sie sollen zusammen mit weiteren Beschuldigten im März vergangenen Jahres auf Felßners Hof in Lauf an der Pegnitz mit Pyrotechnik, Bannern und Plakaten gegen die mögliche Ernennung des Politikers zum Bundesagrarminister und gegen mutmaßliche Missstände bei der Haltung in der Rindermast demonstriert haben.

Wegen der Protestaktion wurden Strafbefehle gegen 13 Beschuldigte erlassen. (Archivbild)
Wegen der Protestaktion wurden Strafbefehle gegen 13 Beschuldigte erlassen. (Archivbild)
Wegen der Protestaktion wurden Strafbefehle gegen 13 Beschuldigte erlassen. (Archivbild)
Felßner ist Präsident des bayerischen Bauernverbands. (Archivbild)
Felßner ist Präsident des bayerischen Bauernverbands. (Archivbild)
Felßner ist Präsident des bayerischen Bauernverbands. (Archivbild)

Felßner zog in der Folge seine Kandidatur zurück. „Diese Aktion war direkt gegen mich und meine Familie gerichtet“, sagte der 59-Jährige vor Gericht. „Das Leben ist nicht mehr das Gleiche für uns.“ Seine Frau sei bis heute gesundheitlich beeinträchtigt.

Doris Felßner sagte vor Gericht, der Vorfall beschäftige sie bis heute. Sie habe nach wie vor Angst, wenn sie im Stall arbeite. Damals sei sie so in Panik gewesen, dass sie der Polizei am Telefon nicht richtig habe schildern können, was passiere. Die Polizei habe sie deshalb zunächst gar nicht ernst genommen.

Zu dem Prozess am Amtsgericht Hersbruck kam es, weil die sieben Beschuldigten ihre Strafbefehle nicht akzeptiert hatten. Aus Platzgründen wurde der Prozess ins Nürnberger Justizgebäude verlegt. Insgesamt gab es 13 Beschuldigte; einer nahm den Strafbefehl an, weitere Verfahren wurden abgetrennt.

Im Laufe des Tages sollten weitere Zeugen aussagen. Ob der Richter an dem Tag noch ein Urteil verkünden wird, war zunächst unklar.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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