Rotlichtmilieu

Prostituierte soll Priester erpresst haben - Prozess beginnt

Die Angeklagte sitzt seit Herbst in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Die Angeklagte sitzt seit Herbst in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Von dpa

Mit Lügen über ihre angeblichen Geld- und Gesundheitsprobleme soll eine Prostituierte in Würzburg drei Männer um knapp 350.000 Euro gebracht haben. Darunter ist auch ein Priester im Ruhestand, der früher im Bistum Würzburg arbeitete und jahrelang Kunde der Angeklagten gewesen sein soll. Von heute (09.00 Uhr) an steht die 30-Jährige vor dem Landgericht Würzburg.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr nach Gerichtsangaben Betrug, Erpressung und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen vor. Für das Verfahren sind drei Verhandlungstage bis zum 25. Juni angesetzt. Der angeblich geprellte Priester soll bereits am ersten Prozesstag als Zeuge gehört werden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der ehemalige Pfarrer die Frau vor zehn Jahren in einem Saunaclub in Würzburg kennenlernte. Trickreich soll die 30-Jährige den Mann um mindestens 255.000 Euro gebracht haben, unter anderem durch die Drohung, Nacktbilder von ihm zu veröffentlichen.

Auch zwei andere Männer, die die Angeklagte in dem Saunaclub getroffen haben soll, sollen von ihr um viel Geld gebracht worden sein. Die Frau wurde Ende Oktober 2025 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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