Noch bis November
Warum sich der Verkehr auf der A3 bei Deggendorf schon wieder staut

Felix Bonn/Autobahn Südbayern
Ein Bild vom Fräsen des Asphalts der Richtungsfahrbahn Regensburg vom 22. Juli im Bereich der Donaubrücke Deggenau.
Zwei Mal war die A3 zwischen dem Kreuz Deggendorf und Hengersberg im Juni jeweils von Freitagabend bis Montagfrüh für den Verkehr gesperrt. Die nächste Vollsperrung steht erst am 5./6. September an. Dennoch bilden sich derzeit vor dem Autobahnkreuz Deggendorf in Fahrtrichtung Passau immer wieder längere Staus, die zum Teil bis zur Anschlussstelle Metten zurückreichen. Ursache sind die noch bis November andauernden Bauarbeiten im Bereich der Donaubrücke Deggenau.
„Derzeit erhält die nördliche Fahrbahn auf der Brücke eine neue Abdichtung zum Stahlüberbau und neuen Asphalt. Deshalb sind auf einer Strecke von rund einem Kilometer die Fahrstreifen beider Fahrtrichtungen auf der gegenüberliegenden südlichen Fahrbahn zusammengeführt“, erklärt Christoph Graebel, Projektkommunikator der Autobahn GmbH.
Dass es eng wird, wenn insgesamt vier Fahrstreifen auf einer Fahrbahn verlaufen, liegt auf der Hand. „Die Fahrbahnbreite auf der Donaubrücke Deggendorf beträgt circa 11,50 Meter. Die rechten Fahrstreifen je Fahrtrichtung haben inklusive der gelben Markierung eine Breite von 3,20 Meter. Die linken Fahrstreifen sind mit 2,40 Meter - inklusive gelber Markierung – deutlich schmäler“, erläutert Graebel.
Überholverbot und „versetzt fahren“
Infolge der verengten linken Fahrspuren gelte deshalb für alle Verkehrsteilnehmer ein Überholverbot und „versetzt fahren“. Letzteres sei für viele Autofahrer ungewohnt, sodass sie vielfach schon vor Baustellenbeginn stark abbremsen, um sich einzusortieren. Daraus ergäben sich Rückstaus. Verstärkt, so Christoph Graebel, würden diese durch den gegenwärtig starken Reiseverkehr in Richtung Süden, also in Fahrtrichtung Passau. Besonders während der Hauptverkehrszeiten werde es demnach wohl auch in den nächsten Wochen zu Verkehrsstockungen kommen.
Die aktuelle Verkehrsführung im Bereich der Donaubrücke Deggenau dauert laut Autobahn GmbH noch bis Anfang November. Über die Wintermonate gebe es keine Bauarbeiten. Ab Frühjahr 27 erfolge dann die Fahrbahnerneuerung auf der Brücke in Fahrtrichtung Regensburg, wodurch erneut nötig sei, vier Fahrstreifen auf einer Fahrbahn zusammenzulegen, dann allerdings in Fahrtrichtung Passau.
Mit der Instandsetzungsmaßnahme der Donaubrücke wird sichergestellt, dass während der Hauptbauphasen zur sechsstreifigen Erweiterung in den Folgejahren möglichst keine umfangreichen Sanierungen an der Brücke notwendig werden. So kann die alte Donaubrücke den A3-Verkehr weiterhin über die Donau führen, bis das erste Teilbauwerk der neuen Brücke südlich der alten errichtet ist und den A 3-Verkehr aufnehmen kann.
Nächste Vollsperrung am 5./6. September
Die dritte Gedulds- und Belastungsprüfung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden sechsspurigen Ausbau des knapp elf Kilometer langen A3-Teilstücks zwischen dem Kreuz Deggendorf und Hengersberg steht sowohl Autofahrern als auch speziell der Stadt Deggendorf bereits am 5./6. September 2026 bevor. Erneut ist an diesem Wochenende besagtes Teilstück der A3 komplett gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet. Durch die Stadt Deggendorf fließen dann wieder Zehntausende von Fahrzeugen – eine extreme Herausforderung, die Polizei und Behörden während der Vollsperrungen im Juni aber bravourös meisterten.
„Während der Vollsperrung im September werden für den Neubau der sogenannten 'Blitzerbrücke' bei Seebach Traggerüste über der A 3 ausgehoben“, teilt die Autobahn GmbH mit.












