Salzburg

Porsche-Villa mit geplantem Tunnel zum Verkauf angeboten

Porsches Schlösschen ist für 12,7 Millionen Euro zu haben. (Archivbild)

Porsches Schlösschen ist für 12,7 Millionen Euro zu haben. (Archivbild)

Von dpa

Wolfgang Porsches Luxusanwesen in Salzburg steht trotz einer Genehmigung für einen umstrittenen Privattunnel zum Verkauf. Das Paschinger Schlössl mit Blick auf die Salzburger Altstadt wird auf der französischen Immobilienplattform „Le Figaro Properties“ für 12,7 Millionen Euro angeboten. Zuvor hatte „Bild“ berichtet.

Das Schlösschen des 83-jährigen Porsche-Aufsichtsratschefs war im Vorjahr wegen der geplanten unterirdischen Zufahrt in die Schlagzeilen geraten. Aktivisten, Grüne und Kommunisten stellten sich gegen den 500-Meter-Tunnel unter der Salzburger Unesco-Weltkulturerbe-Zone, doch das Projekt wurde im September von einem Stadt-Gremium bewilligt. Auf der Immobilienplattform wird das genehmigte Tunnelprojekt als „unvergleichliches Merkmal im historischen Salzburg“ beworben.

Der Zufahrtstunnel soll unter der Weltkulturerbe-Zone gegraben werden.

Der Zufahrtstunnel soll unter der Weltkulturerbe-Zone gegraben werden.

Es gebe Verkaufsüberlegungen, es sei aber noch nichts fixiert, zitierten die „Salzburger Nachrichten“ einen Porsche-Immobilienmanager in Salzburg. Die Misstöne rund um den Tunnel seien nicht der einzige Grund für die Überlegungen. Es habe sich eine allgemeine Neiddebatte entwickelt, erklärte er demnach. Fragen der Deutschen Presse-Agentur beantwortete er nicht und verwies an die Porsche Automobil Holding SE. Ein Holding-Sprecher teilte zu dem Immobilieninserat mit, dass dieser Vorgang nicht kommentiert werde.

Laut dem Inserat verfügt das 616 Quadratmeter große Schlösschen über zwölf Zimmer. Das Grundstück ist rund 7.800 Quadratmeter groß. In dem Schlösschen hatte einst Wolfgang Amadeus Mozarts Schwester Nannerl Klavierunterricht gegeben. Vor rund 100 Jahren wohnte dort der Autor Stefan Zweig („Schachnovelle“).

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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