Bildung

Neue Prüfungsformen an Bayerns Schulen

Schulaufgaben bleiben, aber neue Prüfungsformate kommen dazu. (Symbolbild)

Schulaufgaben bleiben, aber neue Prüfungsformate kommen dazu. (Symbolbild)

Von dpa

Bayerns Schulen dürfen künftig neue Prüfungsformate wie Debatten, Erklärvideos oder E-Portfolios nutzen. Herkömmliche Formen der Leistungserhebung wie Schulaufgaben bleiben aber ein wichtiger Bestandteil des Schulsystems, wie das Kultusministerium in München betonte. Doch darüber hinausgehend würden ab dem neuen Schuljahr Spielräume für innovative, digitale und lebensweltorientierte Leistungsnachweise geschaffen.

So könnten aktuelle Entwicklungen in der modernen Lebens- und Berufswelt auch in der Schule noch besser abgebildet werden, hieß es zur Begründung. Vor allem die Anwendung künstlicher Intelligenz wird dabei eine große Rolle spielen. Ferner sollen auch Lern- und Prüfungskompetenzen gestärkt und regelmäßige lernförderliche Rückmeldungen als fester Bestandteil des Lernprozesses professionalisiert werden.

Zudem wird die Zahl der verpflichtenden Leistungserhebungen in einem moderaten Umfang reduziert. „Wer neue Wege gehen möchte, braucht dafür auch die nötige Zeit und den passenden Rahmen. Um den Schulen Spielräume zu eröffnen, geben wir ihnen deshalb die Möglichkeit, die Zahl der Leistungsnachweise in verschiedenen Bereichen flexibler zu gestalten und so zusätzliche pädagogische Freiräume zu gewinnen“, erläuterte Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler).

Zugleich ist den Verantwortlichen wichtig zu betonen, dass der Freistaat am bisherigen Qualitäts- und Leistungsanspruch festhalte. Bayern setzt bislang im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern stark auf traditionelle Prüfungsformen mit einer Fülle von Schulaufgaben, Tests und Abfragen. Gerade gegen die unangekündigten Leistungsabfragen regt sich seit geraumer Zeit Widerstand, der Forderung nach Abschaffung dieser „Exen“ erteilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) jedoch eine Absage.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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