„Löwen“-Wappen zurück

Neuanfang bei 1860 München: „Historisches Dokument“

Gernot Mang verkündet eine neue Zeitrechnung in Giesing. (Archivbild)

Gernot Mang verkündet eine neue Zeitrechnung in Giesing. (Archivbild)

Von dpa

Präsident Gernot Mang hat beim TSV 1860 München eine neue Zeitrechnung ausgerufen. Mit der Abwicklung der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) durch einen Insolvenzverwalter und die Übernahme der Markenrechte durch den Mutterverein soll bei dem nach einem Zwangsabstieg nur noch in der Fußball-Regionalliga spielenden Traditionsverein eine frische Aufbruchstimmung herrschen. Man habe ein „historisches Dokument“ unterzeichnet, sagte Mang stolz im Interview BR24Sport.

Der Stammverein sicherte sich im Rahmen des eröffneten Insolvenzverfahrens die Markenrechte der insolventen KGaA, darunter den geschützten Namen „TSV 1860 München“ und das traditionelle Wappen mit dem im Achteck eingerahmten Löwen und dem Schriftzug „1860“.

Auf dieses Logo wich 1860 München zu Saisonbeginn aus. (Archivbild)

Auf dieses Logo wich 1860 München zu Saisonbeginn aus. (Archivbild)

„Es steht für den Neuanfang“

In dieser Saison wird aber das Wappen der Fußball-Abteilung, auf das die Münchner vor wenigen Wochen ausgewichen waren, auf dem Trikot bleiben. „Es steht für den Neuanfang und kann auch für die Zukunft ein symbolisches Logo werden“, sagte Mang. „Der Löwe ist aber zurück und wir werden in den kommenden Jahren wieder mit ihm auf der Brust an den Start gehen.“

Die „Löwen“ sind nach dem Zerwürfnis mit Investor Hasan Ismaik künftig noch mehr als Kaufleute und Strategen gefordert. „Wir müssen effizienter werden und langsam wachsen. Wie man so schön sagt: Zuerst müssen die Einnahmen kommen, dann erst die Ausgaben. Wir müssen Geld verdienen - das ist das oberste Prinzip“, sagte Mang. „Wir müssen nach vorne denken - und zwar nicht von einer Transferperiode zur anderen, sondern ein paar Jahre voraus.“

Aus im Landespokal

Gegen externe Geldgeber hat der Vereinschef aber weiter nichts. „Ich spreche immer von strategischen Partnern. Das Investorenmodell, das wir hatten, ist Geschichte“, versicherte Mang. „Aber wenn wir jetzt wirklich aus unserer Position der Stärke den Verein weiterentwickeln wollen - der Fußball braucht Geld, um erfolgreich zu sein - und wir Anteile haben, die wir verkaufen können, kann uns ein strategischer Partner helfen, diesen Weg nach oben zu gehen.“

Bei aller Euphorie über einen Neuanfang erlebten die Münchner aber sportlich eine Enttäuschung. Die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar schied vor eigenem Publikum am Dienstagabend schon im Achtelfinale des Landespokals gegen den TSV Buchbach, Tabellenführer der Regionalliga Bayern, mit 1:3 aus. „Wir wären gerne weiter gekommen, wussten aber auch, dass es heute schwer wird. Jetzt liegt der Fokus komplett auf der Liga - und auch da besteht ja noch die Chance auf den DFB-Pokal“, sagte 1860-Trainer Kayabunar.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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