Zigarettenfilter als Spur
Mord-Prozess: Freispruch 21 Jahre nach der Tat

Matthias Röder/dpa
In Österreich ist ein 42-jähriger Mann 21 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin freigesprochen worden. (Symbolbild)

21 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin in Österreich bleibt der Fall ungeklärt. Das Landesgericht Innsbruck sprach den 42-jährigen Angeklagten frei. Die Geschworenen waren einstimmig für einen Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Dem heute in Australien lebenden Mann war vorgeworfen worden, die 19-Jährige im Juni 2005 durch zwei wuchtige Stiche mit einem Küchenmesser in Brust und Rücken vor einer Telefonzelle getötet zu haben. Das Opfer und der Angeklagte hatten zuvor eine Studentenparty besucht. Mehrere erst vor wenigen Jahren ausgewertete DNA-Spuren - unter anderem ein Zigarettenstummel am Tatort - schienen auf den heute 42-Jährigen hinzudeuten.
Angeklagter schon einmal in Untersuchungshaft
Der Angeklagte zählte von Anfang an zum Kreis der möglichen Täter und saß laut Behörden 2014 sogar mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Da sich aber eine DNA-Spur damals als nicht aussagekräftig herausgestellt hatte, wurde der Mann wieder entlassen.
Der Verdächtige wehrte sich stets gegen den Verdacht. Sein Verteidiger hob hervor, dass die DNA-Spuren kein Beweis seien und ein Motiv völlig fehle.








