München

Messerattacke in Tankstelle - 15-Jähriger unter Verdacht

Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in eine Münchner Klinik, wo er notoperiert wurde. (Symbolbild)

Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in eine Münchner Klinik, wo er notoperiert wurde. (Symbolbild)

Von dpa

Ein 15-Jähriger soll in München einen Tankstellenmitarbeiter mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Der Tatverdächtige wurde kurz nach dem Überfall an einer Trambahnhaltestelle festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Gegen den Jugendlichen wird wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll er den Tankstellenmitarbeiter in der Nacht zum Mittwoch aufgefordert haben, Wertgegenstände und Bargeld herauszugeben. Er habe den Mann mit einem Messer bedroht. Daraufhin soll der 15-Jährige dem Opfer mindestens einmal in die Brust gestochen haben. Anschließend flüchtete er mit dem Bargeld.

Der verletzte 30-Jährige wählte selbst den Polizeinotruf. Er wurde vor Ort erstversorgt und anschließend in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Dort musste er noch in der Nacht notoperiert werden. Nach aktuellem Stand besteht keine Lebensgefahr mehr.

Festnahme des Jugendlichen

Bei der Festnahme wurden laut Polizeisprecher bei dem Jugendlichen tatrelevante Gegenstände gefunden. Zur Frage, ob es sich dabei um das erbeutete Bargeld und die Tatwaffe handelte, gab es zunächst keine Angaben.

Warum der Jugendliche zugestochen habe, sei noch unklar, hieß es. Der 15-Jährige und der Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt der Tat offenbar allein in der Tankstelle. Die Polizei wertet die Videoaufnahmen der Tankstelle derzeit aus.

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte sich der Tankstellenmitarbeiter gegen den Überfall gewehrt haben, dies sei aber nicht abschließend bestätigt. Der Tatverdächtige ist der Polizei bereits wegen eines anderen Diebstahls aus diesem Jahr bekannt. Er soll am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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