Bilanz gezogen
Knapp 900 Temposünder beim Blitzermarathon in Ostbayern

PP Oberpfalz
Der 24 stündige Biltzermaraton fand in diesem Jahr von 15. auf 16. April statt. (Symbolbild)


An knapp 250 Messstellen in Niederbayern und der Oberpfalz konnte es zwischen 15. und 16. April für Autofahrer brenslig werden. Die Polizei hielt nämlich wieder ihren bayernweiten Blitzermarathon ab. Ziel der Aktion sei es, für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren und so Verkehrsunfälle zu vermeiden. „Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod“, betonte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU). Tatsächlich ist Rasen eine der Hauptunfallursachen in Bayern. Zu hohes und nicht angepasstes Tempo waren laut Innenministerium 2025 für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich. Ganz nebenbei führt es auch zu unnötigem Spritverbrauch.
Obwohl der Tag und auch die Messstellen im Vorfeld bekannt waren, haben die Polizeipräsidien der beiden Regierungsbezirke zusammen fast 900 Verstöße zu vermelden.
393 Verstöße in der Oberpfalz
Innerhalb der 24 Stunden führten knapp 200 Beamte bei über 21.000 Fahrzeugen in der Oberpfalz Tempomessungen durch. Dabei wurden laut Bilanz des Polizeipräsidiums Oberpfalz 393 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 204 Verkehrsteilnehmer seien unmittelbar vor Ort angehalten und kontrolliert worden.
Einen besonders gravierenden Verstoß mussten die Beamten kurz nach Mitternacht auf der B16 bei Walderbach (Kreis Cham) feststellen: Ein 34-jähriger Fahrzeugführer wurde bei erlaubten 100 km/h mit einer Geschwindigkeit von 181 km/h gemessen. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von drei Monaten.
In Niederbayern war der Schnellste mit 160 km/h unterwegs
In Niederbayern waren knapp 100 Messstellen mit knapp 250 Beamten besetzt. Die Messung von insgesamt 26.241 Fahrzeugen ergab nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern 482 festgestellte Geschwindigkeitsverstöße.
Mit gemessenen 160 km/h bei erlaubten 100 km/h wurde der Höchstwert bei einer Messstelle an der B8 bei Schalding/Donau (Kreis Passau) erreicht. Wie die Polizei mitteilt, erwartet den Fahrer neben einem hohen Bußgeld auch ein mehrmonatiges Fahrverbot sowie eine Eintragung im Fahreignungsregister.
Geschwindigkeitskontrollen gehen das ganze Jahr über weiter
Obwohl der Blitzmarathon vorher öffentlich angekündigt wird, zeigen sich viele Fahrer unbeeindruckt und rasen weiter. «Unsere Messungen bestärken uns darin, weiter durch konsequente Kontrollen auf eine Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen hinzuwirken», sagte Kirchner. Dies gelte auch ausdrücklich für die Zeit nach dem Blitzmarathon. Die Polizei werde diesem Jahr weiter intensiv mit hochmoderner Technik Geschwindigkeitssünder aus dem Verkehr ziehen.
1.570 Messstellen in ganz Bayern
Es war der 13. Blitzmarathon in Bayern. Mit den Aktionen sollen die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren hoher Geschwindigkeiten sensibilisiert und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit animiert werden. In ganz Bayern gab es rund 1.570 Messstellen.











